Das kleine Glück. Ich habe es gefunden.

Ich habe heute das kleine Glück gefunden. Soll ich euch davon erzählen?

Immer bin ich zu früh am Bus. Nie bekomme ich das hin, zu kommen und der Bus kommt auch. Also betrachtete ich mir die Wiese, das farbige Laub, Spinnweben, die im Wind und Sonennschein tanzen. Zwei Schmetterlinge turtelten über der Wiese. Sie tanzten umeinander, flogen auseinander und wieder auf sich zu, ließen sich nach oben treiben und spiralförmig wieder nach unten, dahin, wo die letzten Herbstblumen blühten.

Ob die Schmetterlinge wissen, dass jetzt vielleicht die letzten warmen Tage sind, dass manches endlich und bald vorbei ist?

Ich sah ihnen zu bei ihren übermütigen Flügen. Eigentlich ist so eine Frage doof. Wenn ich den Augenblick erhaschen kann, dann ist das auch immer Lebensfreude, Ruhe und Glück. Ein kleines Glück, ja, aber es gibt so viel davon.

Der Busfahrer fuhr damals schon die Strecke, als ich noch auf dem Dörfchen wohnte. Vor der Abfahrt haben wir erst einmal geschwatzt,was es Neues dort gibt. Irgendwann fahre ich mit ihm mal die Runde mit.
Auf dem Bürgeramt stellte ich fest, dass ich ein Dokument vergessen hatte. Die Beamtin verlangte nicht, dass ich nochmal kam, gab mir meinen Ausweis auf die Zusicherung, dass ich ihr das fehlende Dokument per Mail schicke. Freundlichkeit und Verständnis taten gut.

Als ich zurück kam mit dem Bus, habe ich mich erst einmal auf eine Bank an der Wiese gesetzt. Ich habe die Beine ausgestreckt, habe die Wärme der Sonne genossen und mich einfach gefreut, dass ich atme.

Die Schriftstellerin Pearl S. Buck sagte: „Viele Menschen versäumen das kleine Glück, während sie auf das Große vergebens warten.“

10 Kommentare zu “Das kleine Glück. Ich habe es gefunden.

    1. An dem Tage war das gehäuft. Ich werde sie bewusst suchen müssen, die Momente. Da rutschen die anderen in den Hintergrund. Und von dort können sie nicht so einen Schrecken oder Ärger verbreiten.

    1. Du, genau das ging mir auch durch den Kopf. Meine Großmutter, meine Mutter hatten nicht immer ein gutes Leben, besonders während des Krieges nicht. Die waren aber immer tätig und sie haben auch trotzdem viel gelacht.
      Liebe Bärbel, ich schicke dir ganz liebe Grüße.

  1. Und die vielen kleinen Glücksmomente summieren sich. So wie gerade bei dir!
    Liebe Grüße,
    Elvira

    P.S. Und alle guten Wünsche für ein Leben mit vielen dieser Momente wünsche ich dem kleinen Gabriel!

    1. Ja, das war natürlich ein besonders schöner Tag. Aber an den fogenden werde ich viel mehr auf solche kleinen Glücksmomente achten. Es gibt sie und sie sollten eine größere Rolle spielen.
      Eine Bloggerin hatte immer eine Aktion laufen: Schöne Momente in Herbst und Winter. Das sollte ich für mich, ganz privat und auch auf dem Blog, wieder machen.

      PS: Der kleine Gabriel entwickelt sich prima. Er ist schon im „offenen Babybettchen“, d.h. es wird keine Wärme mehr zugeführt. Wenn er seine Körperwärme alleine halten kann, dann darf auch er nach Hause.

Comments are closed.