Goldener Oktober. Sonne, Wärme, blauer Himmel.

Schön ist es gerade im Herbst. Goldener Oktober, aber wirklich. Ich bin gerne und viel draußen, auch im Garten. Drinnen werde ich noch lange genug hocken müssen.
Als ich Herbstastern in den Garten gepflanzt habe, war keiner so Recht begeistert davon. Jetzt sind sie eine Augenweide geworden. Am meisten freut es mich, dass die Insekten ihre Freude daran haben. Da waren nicht nur einige zu Gast, nein, ganz viele. Die Astern waren regelrecht belagert. Mich wundert es nicht. Im Umland haben es Insekten durch sie elende Sprüherei auf den Feldern schwer und die deutschen Kleingärtner machen gerade ihre Garten winterfest, klinisch rein quasi.

Gestern habe ich Laub im Garten zusammen geharkt und in die Lücke zwischen zwei Komposthaufen gefüllt. Jedes Jahr mache ich das so, weil dort in dem Laubhaufen Igel Unterschlupf finden, anderes Kleingetier und eben auch Insekten. Wenn die Herbstastern verblüht sind, werde ich sie umlegen und auf den Beeten lassen bis zum Frühjahr. Es ist mir egal, ob sich andere über meine vermeintliche Liederlichkeit aufregen.

Am Gartenteich ist endlich ein Frosch eingezogen. Der Gartenbesitzer wollte schon Kaulquappen klauen gehen und in seinen Teich setzen. Nun hat die Natur das alleine geregelt. Als ich mit Gießwasser herumgefuchtelt habe, scheuchte ich ihn auf. Er lebt ganz gut von den vielen kleinen Fliegen am Hochbeet.

„Meine“ Meisen holen sich die Kerne der Sonneblumen, die wir geerntet und ihnen hingelegt haben. Auch im Winter werden wir die Vögel füttern. Andere müssen täglich mit dem Hund raus, ich muss dann meine Vögel füttern. Ich mache das gern.

Von mir aus könnte das Wetter so bleiben. Das wird es aber nicht. Meine Katzen pennen mit dem Kopf nach unten. ‚Auf dem Gehirn‘, hat meine Mutter da immer gesagt. Mit anderen Worten heißt das: Ein Tiefdruckgebiet ist im Anmarsch.
Aber noch ist er da, goldener Oktober mit seinem ganz besonderen Licht. Ach, ja.

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