Urbaner Gartenbau. Heute in Tomatenrot.

Leider kann ich Energie nicht selbst produzieren. Mietfrei wohne ich auch nicht. Aber vieles, was ich selber machen kann, das mache ich auch, denn jeder gesparte Euro kann dann anders eingesetzt werden. Eine Möglichkeit ist urbaner Gartenbau.
Dieses Jahr habe ich mich an Tomaten wirklich satt essen können.

die kleinen Tomatenpflanzen

Alle Tomatenpflanzen habe ich selber gezogen. Dazu habe ich eine Tomate in Scheiben geschnitten, sie auf Erde gelegt und mit Erde bedeckt. Sechs Pflanzen habe ich selber behalten  und sechse verschenkt. Im Anzuchttopf waren aber mindestens noch zwanzig Stück. Das war mir dann doch zu viel. Die Pflanzen wuchsen schnell. Durch den plötzlichen Kälteeinbruch mussten sie lange mit dem Balkon Vorlieb nehmen.

Die Ernte im Garten fiel dann mehr als üppig aus. Die Pflanzen waren kräftig und trugen die Tomaten traubenförmig und reichlich. Der Gartennachbar schaute nicht schlecht. Hatte er doch ständig geunkt, dass das im Leben nichts wird mit mir und meinen Tomaten.

Leider kann ich keine Tomate aufheben bis nächstes Jahr, um mir wieder selber Pflanzen zu ziehen. Deshalb habe ich mich bei der Nabu kundig gemacht, wie man Samen gewinnt und lagert. Der Samen einer Tomate wird vorsichtig entnommen und auf Küchenrolle aufgetragen. Alles Flüssige und und auch der Samen trocknet auf der Küchenrolle. So kann man ihn aufheben und lagern. Bis zum nächsten Frühling.

Gewinnung von TomatensamenMeine Tomaten werde im nächsten Jahr ein Tomatenhaus bekommen. Das Abenteuer „Urbaner Gartenbau“ wird weiter gehen und ich will meine Ernteerträge steigern.

Ich musste mit der Gießkanne durch die Kante ziehen, ständig den Boden lockern und halbfertigen Kompost untergraben, die Pflanzen anbinden und abstützen. Meine schmutzigen Hände habe ich gerne in Kauf genommen, denn jede Tomate, die ich abnehmen konnte, hat mir Freude und etwas zum Essen beschert. Eigene Ernte schmeckt sowieso immer am besten.

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