Es war viel los und nun geht er hin, der Oktober 2017.

Der Sturm gestern war nicht ohne. Ich dachte manchmal, dass es mir die Fenster herein drückt. Sie blieben dann doch, wo sie hingehören. Heute kämpft man hier immer noch mit den Folgen, aber draußen sieht es so friedlich aus: blauer Himmel und weiße Kuschelwolken.
So ist er halt der Oktober. Alles ist drin.blauer Himmel und weiße Kuschelwolken im Oktober

Weiße Kuschelwolken hängen auch wieder auf meinem Wäscheständer. Von der weißen Milchschafwolle ist der größte Teil auch schon gewaschen. Bald sind die Wintervorräte eingelagert.
Mit der Wollwäsche gebe ich mir immer viel Mühe. Die Fasern werden auseinander gezogen, aller Dreck und Verschnitt wird heraus gestrichen. Erst dann wird gewaschen und alles gründlich gespült im warmen Wasser. Ich freue mich immer sehr, wenn die Wolle schön weiß und kuschlig in der Sonne und im Wind flattert.

kuschlig weiche Wolle

Mein Enkelchen entwickelt sich prächtig und hält seine Eltern ganz ordentlich auf Trab. Schade, dass ich nicht helfen kann, so weit weg bin.
Das ist das Schöne am Oma-Sein, müde sind jetzt immer andere. Gabriel scheint nachts gut drauf zu sein. Ein Lieblingslied hat er übrigens auch: „Mein kleiner grüner Kaktus … „. Und wenn die Zeile kommt „dann hol‘ ich meinen Kaktus und der sticht, sticht, sticht“, dann strampelt das Baby vergnügt. Schön, dass ich ihn sehen kann, auch aus der Ferne.

Meine Katze Kleo ist auch noch bei mir. Ach ja, sie ist alt und schon etwas schwach, aber mit meiner Hilfe geht vieles. Sie bekommt Kletterhilfen, um auf ihre Lieblingsplätze zu kommen und wenn ihr es mal gar nicht so gut geht, koche ich ihr Hühnchen. Dann gibt es auch immer besonders viele Streicheleinheiten.
Ich möchte Kleo gerne noch behalten. Sie ist wie eine Freundin.

Eigentlich mag ich die dunkle Jahreszeit nicht so sehr. Ich mache mir aber jetzt Lichter an und hocke mich wieder ans Spinnrad. Das ist der Ort, wo ich mich wohl und zufrieden fühle.

Na dann: Machs gut, Oktober.

10 Kommentare zu “Es war viel los und nun geht er hin, der Oktober 2017.

  1. Von meiner weißen Wolle ist bald nix mehr da… alles rot, lila und undefinierbar orange/gelb. Jetzt habe ich noch die ganze Halligwolle gewaschen und hab nix zum Spinnen, weil alles auf dem Balkon zum Trocknen hängt. Also stricke ich weiter an dem Socken. Ach ja, Paul habe ich damals auch überall hingetragen, damit er immer in meiner Nähe ist. Aber irgendwie ging es dann doch leider nicht mehr. Meine andere Katzen sind alle friedlich zuhause eingeschlafen. Vier Stück mußte ich schon beerdigen.

    1. Bei mir sind es erst drei. Ich hoffe, dass die Vierte noch ein bisschen wartet.
      Ich bin immer noch beim Waschen und Einlagern. Das Wetter war gut heute und schön sonnig. Da konnte ich auf dem Balkon Wolle zupfen und so vor mich hinträumen. Das duftet so schön nach Schaf und da ist es ein bisschen wie in alten Zeiten. 🙂
      Zum Spinnen hab ich noch was.
      Ach ja, wenn du im nächsten Jahr die Schur auf der Hallig mitbekommst, sag mit Bescheid. Die Wolle hat eine feine Eigenfärbung.

  2. Der Sturm hat uns zwei große Fichten umgehauen. Nun werden auch noch die zwei Tannen gefällt werden müssen. Geht nicht anders. Sie könnten immensen Schaden am Nachbarhaus verursachen.

    Alles Liebe von Mathilda 😊

    1. Sonnig war es bei uns heute auch. Schön war das. Die nächsten zwei Tage müssen wir allerdings verzichten. Nun ja, das halte ich mal aus. 🙂

  3. Hach sieht die weiße Wolle aber auch gut aus. Ich habe gerade heute ein Paket von einem Versandhaus bekommen, eine helle cremeweiße Strickjacke, ganz leger geschnitten und zipfelig. Ich mag den lässigen Look.
    Hab einen schönen kuscheligen Abend.

    1. Die spinnt sich fast von alleine, liebe Kerstin. Ich freue mich sehr, dass ich die Wolle habe und eine kleine Kardiermaschine.
      Liebe Grüße in die Aue.

  4. Schön, daß du durch die moderne Technik wenigstens was mitbekommst vom Enkelchen. Ich hoffe, deine Freundin bleibt noch lange bei dir.
    Liebe Grüße Linda

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