Ein ganz normaler Sonnabend.

Es war heute einfach nur ein ganz normaler Sonnabend.
Draußen trocknet die Heilwolle für das kleine Mädchen und auch fertiggesponnenes Garn aus Shetlandwolle. Ein Stücke Arbeit war das Ganze wohl, aber es ist auch schön, wenn etwas geworden ist. Jetzt kann ich auch an meinem Überwurf weiterstricken. Morgen, denn heute gehe ich aus.

Knapp die Hälfte der braunen Milchschafwolle habe ich heute kardiert. Oh, da krümelte so allerlei raus, was das Schäfchen im Laufe eines Jahres eingesammelt hat. Es scheint ein Dreckspatz gewesen zu sein. Darum habe ich die Wolle zweimal durch die Karde laufen lassen, die Batts dann fein verpackt und auch schon mal angesponnen. So etwas macht mich sehr zufrieden. Ich glaube nämlich, dass man solche Momente braucht, sie sich schaffen muss. Einmal, um nicht in eine Jammerstimmung zu kommen, weil man zuviel nachdenken kann darüber, was man jammern könnte. Und zum anderen, weil man etwas geschaffen hat, etwas, um das man sich ordentlich mühen musste und was letztendlich stolz macht.

Gerade bin ich an einem Punkt angekommen, wo ich mir sagen muss, dass ich gerade nicht weiterkomme mit meinen Ideen, hier an dem Ort, wo ich gerade bin. Alleine im stillen Kämmerlein wuseln, ist eigentlich nichts für mich. Wahrscheinlich werde ich mich besser vernetzten müssen. Oh ja, die Frau Momo hat Recht. Wie das aussehen und welche Konsequenzen das haben kann, darüber schreibe ich vielleicht ein andermal.

Heute war es nur ein ganz normaler Sonnabend, einer der mir bei all meinen Beschäftigungen Zeit und Muse gegeben hat, einige Zukunftsgedanken zu formulieren. Fertig mit mir und der Welt bin ich noch lange nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: