Mir ist da etwas zugeflogen.

Komisch, wenn Regenwetter angesagt wurde, dann kommt es auch.
Das ist die Zeit, sich warm einzumummeln, einen Tee zu kochen und eine angenehme Beschäftigung zu suchen. Ehe ich mich wieder an mein Spinnrad hocke, will ich zeigen, was mir zugeflogen ist.

etwas ist mir zugeflogen - die Friesen-Oma

Jaja, Oma bin ich ja nun. Mein Enkelchen entwickelt sich prächtig. Ist ja auch kein Wunder, wie es umsorgt wird. Nun aber bekam ich einen Tee geschenkt: Friesen-Oma. Ob das ein Omen ist? 🙂

Meine Heilwolle für das kleine Mädchen habe ich fertig. Mir eine Kardiermaschine zuzulegen, war genau die richtige Entscheidung. Ich kann jetzt feinste kardierte Wolle herstellen und auch abgeben an jemand, dem es vielleicht gut hilft.

Mit meiner „Friesen-Oma“, die mir zugeflogen war, ziehe ich gleich wieder an mein Spinnrad. Es ist ein angenehmes Gefühl, wenn mir die Wolle gleichmäßig durch die Finger rinnt. Da kann es draußen auch mal ungemütlich sein.

Gestern wurde ich gefragt, ob ich mich wieder mit einer Geschichte an der diesjährigen Broschüre „Grünauer Geschichten“ beteiligen möchte. Oh ja, ich möchte das. Ich möchte darüber schreiben, dass man im Leben schon mal tief fallen kann, es aber nie einen Grund gibt liegen zu bleiben. Wie lautet mein Lieblingssprichwort? „Sturm ist erst, wenn die Schafe keine Locken mehr haben“. Eben. Ich möchte anderen Mut machen und auch nicht anonym schreiben, wie ich aus einer Schuldenfalle und einem persönlichen Tief herausgekommen bin und mein Lachen wiedergefunden habe. Die Schafe, eine tolle Hütehündin und Wolle spielen natürlich eine große Rolle.

Heute habe ich mich übrigens in meine Ruana gekuschelt, die mir meine Tochter und ihr Mann aus Kolumbien mitgebracht haben. Ich habe immer Poncho dazu gesagt. Das ist aber falsch. Das Kleidungsstück ist herrlich warm und doch so schön locker und nicht einengend. Ich glaube, die Menschen in den Anden wissen schon, wieso sie gerade so etwas tragen.

Na, dann: Lass es euch gut gehen und macht euch einen schönen Sonntag.

 

 

9 Kommentare zu “Mir ist da etwas zugeflogen.

  1. Auch wir haben es uns gemütlich gemacht. Das Wetter lädt ja wahrlich nicht zu Outdoor Aktivitäten ein. OmaTee gab es nicht, aber Atemtee, in der Hoffnung, dass das bald wieder besser klappt. Nun werde ich mir mein Strickzeug schnappen und den Feierabend einläuten.

  2. Deine Ruana sieht richtig gemütlich aus und sehr schick. Ich kann mir gut vorstellen, dass man sich da gern hineinkuschelt – vor allem in dieser doch recht ungemütlichen Jahreszeit. Und ein schöner heißer Tee dazu, so lässt es sich aushalten 🙂
    Einen gemütlichen Abend wünscht Dir die Silberdistel

    1. Das ist so ideal, das Ding. Ich friere ja oft, kann aber keine dicke Jacken leiden. Die Ruana fällt ganz locker und darunter ist es schön warm. Und aus toller Wolle ist sie auch noch. Über das Geschenk habe ich mich wirklich sehr gefreut.
      Liebe Silberdistel, ich schick dir liebe Grüße.

    1. Da macht sich vieles einfach besser. 🙂 Eigentlich mag ich die dunkle Jahreszeit nicht, aber so kann ich mich bei Laune halten.
      Liebe Grüße in die Ferne

  3. Liebe Gudrun, das hast du aber schön gemacht mit der Wolle für das Mädchen.
    Hier in deinem Blog kann ich ja über meine „Nachbarn“ ungezwungener schreiben als in meinem, vielleicht lesen sie wirklich mit.
    Mein Sohn war mit Lenny da, es waren so einige Sachen zu machen, nicht alles hat geklappt, aber fast alles.
    Lenny sprang auf einen Stuhl und gleich wieder runter, dabei rutschte der Stuhl auf dem Parkett. Und gleich klopften sie wieder gegen die Heizung. – Mein Sohn prompt: Soll ich hingehen und sagen, dass ich meiner Mutter eine neue Wohnung kaufe und hier eine türkische Familie mit drei Kindern einziehen wird!!! – Ich habe mich halb tot gelacht, das wäre genau das, was sie bräuchten, dann würden sie es endlich schätzen, wie ruhig ich bin.
    Liebe Grüße zu dir

    1. Du musstest sicher lachen über den Spruch deines Sohnes?
      Manchem Mitbewohnern wünsche ich solche Nachbarn auch und dass es zugeht wie auf dem Basar. Ich weiß nicht, wieso jede Fliege und jeder Furz stört. Und ich weiß auch nicht, wieso sie nicht in ein einsames Häuschen am Waldrand ziehen.
      Lass dich nicht kirre machen, liebe Clara.
      Sag denen doch, dass du beim nächsten Klopfen an die Heizung die Polizei rufst, weil du annehmen musst, dass ihnen etwas passiert ist. Ein Mieter in einer früheren Bleibe hat sich beim Mieterbund ein Lärmmessgerät geborgt und hat aufgezeichnet. Danach hat er beim ewigen Nörgler Sturm geklingelt. Dann war es wirklich mal laut. Weißt du, was der Beschwerdegrund war? Der Mieter pupst zu laut in der Badewanne. Das ist kein Witz. Nur ich hatte mich an meiner eigenen Spucke verschluckt, als ich das gehört habe. Ich muss heute noch lachen, wenn ich daran denke.
      Liebe Grüße an dich.

  4. Deine Entscheidung, nich annona´ym zu bleiben und deine mutmachenden Erfahrungen mit anderen Menschen zu teilen finde ich prima! Es ist so wichtig und wertvoll und ich denke, es wird vielen Menschen helfen, sich nicht unterkriegen zu lassen.
    Ruana heißt es also, ich habe auch immer Poncho gesagt.
    So einRuana ist eine kuschlig wärmende Angelegenheit, ich glaube ich werde auch mal, vlt. im Eine Welt leden, danach Auschau halten, denn ich bin ja sozusagen „wechselwarm“. 🙂 ,d.h. ich ziehe mich mich oft aus und wieder an, und da ist ein Ruana sicher sehr praktisch.
    Schön zu lesen, dass es deinem Enkelsohn so gut geht.
    Sei herzlich gegrüßt von:
    Beate

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