Der Backenzahn. Knack, knirsch und dann war er weg.

Knack. Knirsch. Und dann war er draußen, der Backenzahn, der schon lange Terz machte.
Es war schon ein unangenehmes Gefühl, als ich heute Vormittag zu meiner Zahnärztin schlich.
„Woll’n wir?“, fragte sie.
„Ja, wir wollen.“
Und dann ging es halt zur Sache. So ein hässliches Geräusch neben meinem Ohr!

Den Tag heute habe ich gleich so geplant, dass ich auf dem Poppes sitzen bleibe und Socken stricke. Die Tagesverpflegung wird aus einem Glas Apfelmus bestehen und den Tee lasse ich ausnahmsweise heute kalt werden, ehe ich ihn trinke.

Die Rohwolle, die mir die Frau Momo geschenkt hat, erfreut mich immer noch. Sie lässt sich gut spinnen und stricken. Die letzten Socken hatte ich für eine liebe Blogfreundin gestrickt, die im Rollstuhl sitzt und warme  Füße haben muss. Gestern hat sie mir schrieben, dass ihre Socken passen. Ein Glück. Ich habe die Socken für so kleine Füße nach Tabelle und Bauchgefühl gestrickt. Es freut mich, dass es geklappt hat. Wenn mir einer vor Jahren gesagt hätte, dass ich mal Socken stricke, dann hätte wahrscheinlich sofort mein Zeigefinger die Schläfe gefunden.

Seit heute habe ich die erste Herrensocke beim Wickel. Ich stricke meine Familie ein. Da alle gerne in  die Sauna gehen, gibt es für jeden warme Schafwoll-Socken. Nun wird mir ja nicht jeden Tag ein Zahn gezogen. Ab morgen schwärme ich auch wieder aus. Ich denke aber, ich liege gut in der Zeit, in der Weihnachtszeit.

Für nächste Woche habe ich mich in meinem Dörfchen angemeldet. Ich freue mich schon sehr auf den Besuch. Wir wollen auch über Wolle reden und ich bekomme für die Stadtvögel ungesalzenen Bauchspeck vom Schaf mit. Ich möchte, dass meine Gartenvögel gut über den Winter kommen.

Ach ja, eigentlich ist die Tortur um den Backenzahn vom Vormittag schon fast wieder vergessen.

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