Kohltage. Nicht im Dithmarschen aber in Leipzig.

Es hatte nie geklappt, dass ich die Kohltage im Dithmarschen besuchen konnte. Da hätte ich mich schon mal durchgefressen, denn ich bin ein großer Krautliebhaber.
Beim letzten Einkauf hatte ich Sauerkraut mitgenommen und erst heute entdeckt, woher das Kraut kam. Ich wusste bis heute nicht, dass es im Wohnort meiner Tochter eine „Krautbude“ gibt.

Das Sauerkraut schmeckte vorzüglich. Einen Teil habe ich gleich roh verputzt, so wie damals in meiner Jugend, als wir mit einer Tüte frischen Sauerkrautes aus dem Fass auf den Weidezäunen hockten und es uns gut gehen ließen. Man musste sich schon beeilen mit dem Essen, weil sonst die Papiertüte mit dem legendären Aufdruck „Guten Einkauf“ durchweichte und die Sauerkrautbrühe auf der Hose landete.
Eine bessere Vitamin C-Versorgung konnten wir uns gar nicht gönnen und dick war damals auch keiner von uns.

Das Sauerkraut aus Meldorf schmeckt so, wie ich es liebe und auch kenne, eben fast wie bei Oma. Sauerkraut aus den südlichen Gefilden schmeckt mir meist nicht.

So, ich genieße jetzt meine ganz persönlichen Kohltage mit Sauerkraut aus dem Dithmarschen, lasse es mir schmecken und gut gehen. Und wenn meine Tochter in Meldorf jetzt einen Schluckauf hat, dann liegt das am Sauerkraut.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.