Kohltage. Nicht im Dithmarschen aber in Leipzig.

Es hatte nie geklappt, dass ich die Kohltage im Dithmarschen besuchen konnte. Da hätte ich mich schon mal durchgefressen, denn ich bin ein großer Krautliebhaber.
Beim letzten Einkauf hatte ich Sauerkraut mitgenommen und erst heute entdeckt, woher das Kraut kam. Ich wusste bis heute nicht, dass es im Wohnort meiner Tochter eine „Krautbude“ gibt.

Das Sauerkraut schmeckte vorzüglich. Einen Teil habe ich gleich roh verputzt, so wie damals in meiner Jugend, als wir mit einer Tüte frischen Sauerkrautes aus dem Fass auf den Weidezäunen hockten und es uns gut gehen ließen. Man musste sich schon beeilen mit dem Essen, weil sonst die Papiertüte mit dem legendären Aufdruck „Guten Einkauf“ durchweichte und die Sauerkrautbrühe auf der Hose landete.
Eine bessere Vitamin C-Versorgung konnten wir uns gar nicht gönnen und dick war damals auch keiner von uns.

Das Sauerkraut aus Meldorf schmeckt so, wie ich es liebe und auch kenne, eben fast wie bei Oma. Sauerkraut aus den südlichen Gefilden schmeckt mir meist nicht.

So, ich genieße jetzt meine ganz persönlichen Kohltage mit Sauerkraut aus dem Dithmarschen, lasse es mir schmecken und gut gehen. Und wenn meine Tochter in Meldorf jetzt einen Schluckauf hat, dann liegt das am Sauerkraut.

14 Kommentare zu “Kohltage. Nicht im Dithmarschen aber in Leipzig.

  1. Gut zu wissen, es gibt ja so viele Sauerkraut-Anbieter. Als Kind habe ich auch frisches Sauerkraut aus dem Fass gefuttert. Lang, lang ist’s her …

  2. Die Kohlfeder im hohen Norden sind schon sehenswert. Der Besuch einer Kohlfabrik hochinteressant und dnn noch der Geschmack des frischen Kohls einfach ’ne Wucht. Mir läuft bei dem gedanken das Wasser im Mund zsammen.

    1. So eine Fabrik möchte ich auch mal besuchen. Vielleicht klappt es ja mal, wenn ich mal wieder bei meiner Tochter bin.
      Kohl haben wir als Kinder von den Feldern der Agrar-Genossenschaft geklaut und gegessen. Mich wundert es heute noch, dass wir nicht abgehoben sind. 😤

  3. DAs Kraut selber mag ich lieber gekocht, liebe Gudrun, das ist mehr ein zahntechnisches als Geschmacksproblem, aber Sauerkrautsaft mag ich leidenschaftlich gern. Gut, dass es den zu kaufen gibt.
    Liebe Grüße zu dir von Clara

    1. Oh ja, der wurde im Reformhaus, in dem ich mal gearbeitet habe, immer gerne gekauft. Mein Biolehrer erzählte damals, dass er immer die Hucke voll bekommen hat, weil er den Sauerkrautsaft abgeschöpft und getrunken hat. Das sei das Beste am Sauerkraut, sagte er. Nur ist es nicht gut, wenn das Kraut trocken steht. 🙂
      Lass ihn dir hut schmecken, liebe Clara.

  4. Früher habe ich sogar mal Sauerkraut selber gemacht. Wo ist eigentlich mein Gärtopf geblieben…. Ich bin aber nicht so sehr leidenschaftliche Sauerkrautesserin. Lieber mag ich den Weißkohl z.B. im Irish Stew oder sonstigen Eintöpfen

    1. Ich esse Kraut auch in allen Varianten, bin aber schon immer ein Sauerkrautfan gewesen. Das aus Meldorf war richtig gut, mild, schön weich oder mürbe (Wie nennt man den das beim Sauerkraut? ), lange gelagert und ohne noch Säure zu zugeben.
      Dass du Sauerkraut selber gemacht hast, finde ich toll. Daran habe ich mich noch nicht gewagt, weiß auch nicht, was man da für einen Gärtopf braucht. Vielleicht rappelt es mich ja mal. 🙂

  5. In der Nähe von Stuttgartl liegen die Fildern. Ich glaube Du kennst sie, oder? Auch dort gab es eine Firma Manz, Sauerkraut Manz. Dort bin ich aufgewachsen in dem Ort.
    Im Herbst zur Sauerkrautzeit, wenn die Silos gelüftet oder geöffnet wurden…… Puuuuuhhhhhhh! Ein Lüftlein wehte über die Fildern, das dem Ort mehr oder weniger seinen Stempel aufdrückte.
    Mit Würstchen und Schweinebauch sowas von lecker. Hmmmmmmmmmm.

    1. Nee, das kenne ich nicht. Aber jetzt. 🙂 Wieder was gelernt.
      Ich würde gerne mal in so einer Fabrik kucken gehen. In einer Brauerei war ich ja auch.
      In Altenburg gibt es eine Senffabrik. Die kann man nie verfehlen. Man muss nur der Nase nach gehen.

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