Nichts mit Jamaika – nur ein Herbstgarn.

Am Sonntag fand ich mal wieder kein Ende und so bekam ich die letzte Meldung zu den Verhandlungen zu einer Jamaika- Koalition mit. Ich hätte es gar nicht so schlecht gefunden, denn dann hätte man mal zusammen arbeiten müssen und nicht schon „Nein!“ gebrüllt, wenn der eine noch gar nicht fertig ist mit der Formulierung seiner Gedanken. Jamaika kommt nun eben nicht.
Die Farben meines Garnes haben aber damit gar nichts zu tun. Es ist einfach nur ein selbstgesponnenes Herbstgarn. Die Idee kam mir, als ich die Herbstblätter vor meinem Fenster betrachtete.

Eine Strickprobe kann ich noch nicht zeigen, denn das selbstgesponnene Herbstgarn trocknet noch. Nach dem Spinnen und Verzwirnen gönne ich dem Garn immer ein Entspannungsbad. Es wird weicher, die Fasern richten sich auf und der Drall verteilt sich besser.
Was ich daraus mache, entscheidet sich, wenn ich die Hüttenschuhe aus brauner Milchschafwolle fertig habe. Mal sehen, was an Wolle übrig bleibt. Die kann dann noch herbstlich werden. Ich möchte gerne eine Mütze und einen Schalkragen haben.

Für heute lasse ich die Wolle Wolle sein und schreibe meine beiden Geschichten für das Grünau-Heft des nächsten Jahres fertig. Um Schafe geht es und die Hütehunde, zwei sture Böcke und überhaupt um den schönsten Sommer meines Lebens.
Erinnerungen sind doch etwas Schönes. Können sie doch auch nach langer Zeit noch für Lächeln sorgen.

5 Kommentare zu “Nichts mit Jamaika – nur ein Herbstgarn.

  1. diese Farbzusammenstellung ist wunderschoen. Dann schreibe mal fleissig, die Wolle laeuft dir ja nicht davon und ich haekle nur mit Baumwolle, sonst haette ich sie vielleicht genommen, grins

    1. Dann werde ich dir wohl mal Baumwolle spinnen müssen, liebe Vivi. Ganz dünne. Ich habe welche geschenkt bekommen. Färben muss ich die auch noch. 🙂
      Liebe Grüße in die Ferne.

  2. Hallo Gudrun, du schreibst, es geht in den zwei Geschichten um zwei sture Böcke. Aber Politiker sind die Böcke nicht gerade? Dann könnte nämlich der eine Länder heißen und der andere Seehofer. Viel sturer kann man doch garnicht mehr sein.
    Und tschüss und einen schönen Abend wünsche ich dir

    1. Jaja, ich habe nich manchmal gefragt, wieso mir die Schafe manchmal so menschlich vorkommen. 🙂 oder sagen wir mal so: Wie die beiden Böcke ihren Zoff ausgetragen haben, sollte man es manche Menschen auch erkedigen lassen. Da haben alle anderen ihre Ruhe.
      Liebe Grüße an dich.

  3. Ich habe vom Scheitern der Sondierungsgespräche auch erst spät am Montag etwas mitbekommen, da ich noch völlig fertig vom sehr arbeitsreichen Sonntag gewesen bin… Ich denke, wir können froh sein, dass uns dieses Jamaika-Bündnis erspart geblieben ist…

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