Nichts mit Jamaika – nur ein Herbstgarn.

Am Sonntag fand ich mal wieder kein Ende und so bekam ich die letzte Meldung zu den Verhandlungen zu einer Jamaika- Koalition mit. Ich hätte es gar nicht so schlecht gefunden, denn dann hätte man mal zusammen arbeiten müssen und nicht schon „Nein!“ gebrüllt, wenn der eine noch gar nicht fertig ist mit der Formulierung seiner Gedanken. Jamaika kommt nun eben nicht.
Die Farben meines Garnes haben aber damit gar nichts zu tun. Es ist einfach nur ein selbstgesponnenes Herbstgarn. Die Idee kam mir, als ich die Herbstblätter vor meinem Fenster betrachtete.

Eine Strickprobe kann ich noch nicht zeigen, denn das selbstgesponnene Herbstgarn trocknet noch. Nach dem Spinnen und Verzwirnen gönne ich dem Garn immer ein Entspannungsbad. Es wird weicher, die Fasern richten sich auf und der Drall verteilt sich besser.
Was ich daraus mache, entscheidet sich, wenn ich die Hüttenschuhe aus brauner Milchschafwolle fertig habe. Mal sehen, was an Wolle übrig bleibt. Die kann dann noch herbstlich werden. Ich möchte gerne eine Mütze und einen Schalkragen haben.

Für heute lasse ich die Wolle Wolle sein und schreibe meine beiden Geschichten für das Grünau-Heft des nächsten Jahres fertig. Um Schafe geht es und die Hütehunde, zwei sture Böcke und überhaupt um den schönsten Sommer meines Lebens.
Erinnerungen sind doch etwas Schönes. Können sie doch auch nach langer Zeit noch für Lächeln sorgen.

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