Wolliges – keine Bad News, keine Klickköder.

Ich habe mich etwas ausgeklinkt. Ja, so könnte man es durchaus nennen. Und weil das so ist, gibt es schon wieder Wolliges. Das tut mir gut, da kann ich etwas Besonderes schaffen, das ist jetzt meine Herausforderung.  Da kam Frau Momos Wollgeschenk gerade richtig, weil es mich auf neue Ideen brachte..

Gerade in den sogenannten sozialen Netzwerken, nicht nur in Nachrichtenportalen, wimmelt es von Bad Bews, Negativnachrichten, Themen, die Gefühle wecken sollen und das auch tun. Zu viel, meiner Meinung nach. Es ist erwiesen, dass der Gewöhnungseffekt immer größer wird, je mehr schlechte Nachrichten konsumiert werden. Und so werden die Überschriften immer reißerischer, der Ton immer barscher, die Themen immer kruder, alles nur noch Schwarz oder Weiß.
Da ich keine Droge gegen Langeweile brauche, habe ich mich eben ausgeklinkt. Verdammt gut  geht es mir damit. Das heißt nicht, dass ich nicht mehr mitbekomme, was um mich herum geschieht.

Und nun gibt es eben hier schon wieder Wolliges.
Ein Paar Hüttenschuhe muss ich noch fertigen. Mädchenhüttenschuhe. Ich möchte sie hell und freundlich und weil „das Mädchen Grün“ sehr mag, gibt es grüne Akzenten am Bündchen.
Ich hetze nicht, lasse mir ganz viel Zeit, probiere, genieße das Tätigsein und dann auch das Ergebnis. Und genau das weckt richtig gute Gefühle und neue Ideen.

Ich habe mich heute bei der NABU kundig gemacht, wie man Nistmöglichkeiten für Vögel schaffen kann. Beim Suchen auf den einschlägigen Seiten fiel mir plötzlich ein, dass ich an einem NABU-Projekt „Kulkwitzer Lachen“ vorbei fuhr, wenn ich auf mein Dörfchen wollte mit meinem Rad. Dort gab es auch Schafe, Leineschafe. Auf meine Email bekam ich Antwort. Ich darf mir im nächsten Jahr, zur Schur im April, Wolle aussuchen. Ich freue mich sehr und kann bestimmt auch etwas für die Nabu tun.
Es wird also noch öfter Wolliges geben. 🙂

9 Kommentare zu “Wolliges – keine Bad News, keine Klickköder.

  1. Das sind mal erfreuliche Nachrichten. Schön, dass sich eine Wollquelle aufgetan hat.
    Ich bin gespannt, was du über das Projekt des NABU berichtest.
    Sei lieb gegrüßt von Beate

    1. Es wird noch ein Weilchen dauern, denke ich. Aber ich kann dann auch mal wieder Schafe sehen. Überhaupt denke ich, dass man viel mehr für einander machen kann.
      Liebe Grüße an dich.
      PS: Kleo hatte jetzt auch mal wieder einen Tag, an dem ich dachte, es wäre ihr letzter. Und dann geht es immer wieder ein Stücke weiter.

      1. Kleo bewundere und bestaune ich – die will einfach noch nicht weg. Wahrscheinlich bekommt sie so gutes Futter – und liegt so gern in der Schafwolle.
        Gegen diesen Negativtrend kann man sich gar nicht weit genug entfernen.

    1. Seit ich das auch so mache, geht es mir besser. Ich möchte nicht mehr jeden schlechten Mist lesen und ich möchte auch selber keinen schreiben. Das hatte sich so hochgeschaukelt an vielen Stellen, dass mir die Wortwahl Bauchschmerzen verursachte. So geht es einfach nicht.

      Ich freue mich schon drauf, die Wolle zu verstricken. Ich habe eine ganze Weile überlegt, wie ich die Mädchenschuhe mache. 😊

  2. Ich dosiere das, was ich mir in den sogenannten Sozialen Netzwerken antue, auch nur noch mehr in Maßen…
    Ich sage es immer wieder gerne – deine unermüdliche und unerschöpfliche Kreativität ist ungemein bewundernswert.
    Herzliche Grüße!

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