Die letzten Rosen des Spätherbstes im Garten.

Die Sonne schien mal wieder. Nach den trüben letzten Tagen mit viel Regen musste ich einfach raus. Und ich hatte im Garten dringend etwas zu tun. Außerdem wollte ich die letzten Rosen sehen.

Herbstgras

Fast alles war verblüht. Die letzten Stauden haben wir einfach umgelegt. So können Insekten und Kleingetier Unterschlupf finden und die Pflanzen darunter finden Schutz vor Kälte. Im Frühling werde ich mal den Rechen schwingen. Was dann noch übrig ist von den alten Pflanzen, wird in ein Beutelchen passen.

Vogelzug

„Gag, Gag, Gag“, jetzt wurde es laut. Die Wildgänse zogen über die Gartenanlage hin. Im Herbst ist es immer so ruhig. Das laute Geschnatter der Enten war richtig aufmunternd.

In meinem Dörfchen damals habe ich den Entenzug immer beobachtet. Ich fand es interessant, wie sich die Vögel an der Spitze abwechselten und wie sie ihre Formationen bildeten. In der Stadt hört man sie meist nicht. Es ist viel zu laut. Mir tat es heute wieder mal gut, in den Garten gehen zu können, weg vom Großstadtlärm.

Vögel füttern

In diesem Jahr werden wir uns mehr um die Gartenvögel kümmern. Wir haben uns vorgenommen, sie regelmäßig zu füttern. Wusstet ihr, dass die kleinen Kerlchen immer eine Körpertemperatur von 41  bis 42 Grad halten müssen, auch wenn draußen minus 15 Grad sind? Der Garteneigentümer hat einen neuen Schuppen gebaut. Unter dem Dachvorsprung werden wir Nistmöglichkeiten für die Vögel bauen. Im Frühling können die gefiederten Gesellen ihre Brut aufziehen und im Winter können sie Schutz und Unterschlupf finden. So geht es ihnen wesentlich besser bei Frost und Wind als auf einem Zweiglein hocken zu müssen.
Ich habe mir eine Broschüre dazu bestellt bei der NABU.

Eigentlich packte mich immer Wehmut, wenn ich die letzten Rosen in einem Jahr sehe. Diesmal ist das anders. Vielleicht liegt es daran, dass ich recht aktiv mit der jetzigen Jahreszeit umgehe, sie als gegeben und notwendig ansehe. Und ganz ruhig ist es im Spätherbst eben auch nicht. Aufgaben findet man immer.

8 Kommentare zu “Die letzten Rosen des Spätherbstes im Garten.

  1. Wie schön, dass diese Nistmöglichkeit für die Vögel entstanden ist.
    Jede Jahreszeit hat ihren Wert und ihren Reiz.
    Sei lieb gegrüßt, ich wünsche dir eine gute Nacht.

    1. Die Nistplätze müssen noch entstehen. Nur die Futterplätze haben wir seit Jahren. Schon zweimal wurde in der Konifere ein Amselnest ausgeräumt. Mal sehen, ob wir so etwas in Zukuft verhindern können. Mir sind in diesem Jahr weniger Vögel im Garten aufgefallen.
      Herzliche Grüße zu dir.

  2. Ich finde es toll, wie Ihr Euch um das Wohl der Vögel kümmert, liebe Gudrun. Und die erweisen sich immer sehr dankbar für solche Unterstützung, hat man in der Regel dann doch auch viel zu beobachten. Von unseren Nistangeboten werden alljährlich immer welche angenommen, oft sogar mehrmals im Jahr. Und wie schön ist es, dann miterleben zu dürfen, wie neues Leben heranwächst und schließlich die Gartenwelt erobert. Für mich sind das jeweils wundervolle Momente.
    Ich wünsche Dir viel Freude mit Deinen gefiederten Gartenbewohnern.
    Liebe Grüße von der Silberdistel

    1. Ja, ich weiß, du beobachtest ja deine Vögel im Garten auch immer.
      In der Gartenanlage gibt es eben auch Marder und denen möchte ich die Vogelnester aus den Zähnen rücken. Es wird bestimmt ein Weilchen dauern, bis die Nistplätze angenommen werden. Ich bin aber ganz zuversichtlich.
      Liebe Silberdistel, herzliche Grüße an dich.

  3. ich werde dieses Jahr auch Vogelfutter bereitstellen. Scheint mir nötig. Die letzten Jahre, habe ich es gelassen, weil es immer hieß, dass die Winter so milde sind, dass es nicht nötig ist.

    1. Ich füttere jetzt auch auf dem Balkon. Oben im Regal ist Platz dafür. Meine Katzen interessiert das aber auch nicht sonderlich. Die eine ist alt und die andere unglaublich faul. Sie sind auch nur noch selten draußen.

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