Über anständig sein oder Anstand haben.

Habt ihr ein wenig Zeit? Dann hört bitte mal rein.
Ich werde mir das Buch kaufen von Axel Hacke, dem Journalisten und Autor, den ich sehr mag. Warum? Weil er das, was mich gerade sehr umtreibt in diesen Tagen, besser formulieren kann als ich es vermag. Es geht um Anstand und anständig sein.

Mich beschäftigt die Frage sehr, wie wir miteinander umgehen und wie wir miteinander reden, uns austauschen, uns in der Gemeinschaft sehen. Manchmal habe ich das Gefühl, jeder steht auf seinem kleinen Olymp und fühlt sich stark, weil er alles sagen kann, was ihm gerade durch den kleinen Kopf pfeift. Was zählt da schon die Meinung anderer? Die haben ja keine Ahnung. Das muss man mal sagen, mit harten Worten, damit die anderen es auch endlich richtig verstehen.
Das ist Stärke. Und Ehrlichkeit. Und … ja was denn?

Ja, im Internet motzt es sich leichter als wenn man jemand gegenüber steht. Und irgendwann ist alles Gemotze so normal geworden, dass man auch im realen Leben nicht mehr so sehr auf seine Wortwahl achten muss. Das betrifft die kleinen privaten Themen genauso, wie die großen politischen Sachverhalte. Mancher macht in diesen Tagen politische Karriere, weil er motzt, rücksichtslos und unflätig.

Nun kann man schweigen zu allem. Raushalten kann man sich nicht. Man kann aber auch versuchen trotzdem zu kommunizieren, auch zu Themen, die einem gerade nicht passen oder auch, wenn man gerade seine Ruhe haben will. Wie und wo man sich auch immer äußert, man sollte die Meinung der anderen nicht überheblich ignorieren oder forsch anfeinden und man sollte vor allem versuchen, immer anständig zu bleiben. Was das ist, sollte jeder für sich erkunden. Sich selbst Regeln aufzustellen kann nicht schaden, wenn man in einer Gemeinschaft leben will.

Anständig sein, das trifft natürlich auch auf die Bloggerei zu. Wenn ich das mal vergessen sollte, dann weist mich bitte darauf hin.

Leben in Gemeinschaft - anständig bleiben

 

7 Kommentare zu “Über anständig sein oder Anstand haben.

  1. Mir geht recht ähnliches durch den Kopf. Ich habe mir das Buch in der Bib bestellt. Ich bin gespannt, auch möchte ich mich mit dem Thema Achtsamkeit mehr beschäftigen.

    1. Ich möchte das auch. Eben, Achtsamkeit, das ist es. Manchmal kann das Erkennen kleiner Ursachen große Wirkung haben.
      Ich möchte nicht, dass sich manche Dinge „normalisieren“ und wir uns gewöhnen.
      Danke, Karin.

    1. Ich gehe morgen auch in den Buchhandel.
      Da war da zuerst so ein Gefühl, ein Unwohlsein. Und immer die Frage, was man dagegen tun kann. Jetzt weiß ich zumindest, dass ich mit den Gedanken nicht alleine bin. Das ist schon ein bisschen entlastend.

  2. Gerade im Netz, auch in Bloggerland, ist das Benehmen mancher Menschen zum Heulen. Unglaublich, was man da manchmal an Kommentaren bekommt. Ja, das Netz macht es solchen Menschen einfach … 🙁
    Viele liebe Grüße Linda

    1. Da gebe ich dir Recht. Viele sind sich so wichtig, dass sie die Belange anderer völlig vergessen. Ich kann das nicht verstehen.
      Liebe Linda, ich schick dir liebe Grüße.

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