Nach Weihnachten. Es kehrt Ruhe ein.

Abreise - es kehrt Ruhe ein

Willkommen und Abschied

Es kehrt Ruhe ein.
Das Töchterchen ist schon längst wieder in den Norden gereist, meinen Sohn habe ich noch bis morgen.
Abschiede am Bahnhof liebe ich so gar nicht. Dort reiße ich mich sehr zusammen und bin tapfer. In der Straßenbahn nach Hause muss ich erstmal den Tränen freien Lauf lassen. Aber das sieht ja dann keiner mehr.

Weihnachten ist für mich immer das Fest der Familie. Meine Kinder kommen und genau das ist immer schön und besonders. Mein Enkelchen ist noch viel zu klein zum Reisen und so war die älteste Tochter per Videokonferenz bei uns. Wir hatten uns viel zu erzählen, haben viel gelacht. Es war einfach nur schön, weil es so viel Wärme und Herzlichkeit gab.

Wenn mal alle Kinder verhindert sind zu kommen, dann werde ich zu den Menschen gehen, die schon lange kein Familienleben mehr kennen. Das habe ich mir vorgenommen, denn jeder braucht Zuwendung, gerade zu Weihnachten.

Wollprojekte – Vorhaben für das nächste Jahr

In der Zwischenzeit habe ich mein neues Wollprojekt angefangen. Ich kardiere also wieder weiße Milchschafwolle und spinne gerade einen ganz dünnen, aber festen Faden. Er wird der Träger für das eigentliche Garn, die Seele quasi. Das ist gar nicht so einfach. Der Faden braucht viel Drehung, damit er bei der Weiterverarbeitung nicht reißt.
Überhaupt werde ich meiner Wollverarbeitung treu bleiben, jetzt in den letzten Tagen des Jahres und im nächsten Jahr auch. Schafwolle bleibt mein Thema, auch wenn ich mich gerade sehr darauf freue, die geschenkten Alpakafasern verspinnen zu dürfen. Es gibt schon einige schlummernde Ideen für das nächste Jahr.

Jetzt aber ist besonders wohltuend: Es kehrt Ruhe ein.

 

 

12 Kommentare zu “Nach Weihnachten. Es kehrt Ruhe ein.

  1. Abschied tut immer weh, aber so wie du dein Leben für dich gestaltest, tun es auch deine Kinder. Auch wenn alle ihr eigenes Leben gestalten, bleiben die Bande zwischen euch bestehen.

    Komm gut ins neue Jahr und sei von Herzen gegrüßt,
    Anna-Lena

  2. du weisst sicher, wie zufrieden ich bin, dass meine Kinder ganz in der Naehe wohnen und wir uns auch viel sehen. Meine Enkel sind mindestens einmal die Woche bei mir, sehr oft auch mehr.
    Meine Eltern udn die meines Mannes, die waren ja in Deutschland geblieben, als wir hierher zogen. Es war absolut nicht leicht fuer uns alle. Erst in ihren letzten Jahren, da kamen beide Eltern her. So kann ich dich sehr sehr gut verstehen. Alles Liebe und Gute fuer dich

    1. Es ist schön, dass die Eltern zu dir kommen konnten, liebe Vivi. So eine Option ist sehr tröstlich.
      Manchmal wünschte ich mir uns etwas näher zusammen, aber das geht nicht.
      Liebe Grüße in die Ferne.

  3. Meine Tochter mit Familie wohnen mit uns in einem Haus. Wir Parterre, die jungen Leute oben. So gibt es Abschied im eigentlichen Sinne nicht.
    Diesen Weihnachten mussten wir das erste mal ohne meine im Januar verstorbene Mutter verbringen. So wurde Freude auch mit Tränen gemischt. Ich vermisse sie sehr.

    Ich wünsche dir einen guten Rutsch ins neue Jahr und alles Gute.
    Liebe Grüße von dir zu mir.

    1. So hatte ich mir das mal gewünscht und dass ich richtig Oma sein kann, Hausaufgebrn machen kann mit den Kindern, Backen, Basteln … Nun ist eine große räumliche Entfernung dazwischen und ich muss das Omasein anders gestalten.
      Meine Eltern sind schon lange tot, aber gerade Weihnachten muss ich viel an sie denken. Deine Tränen kann ich verstehen.
      Alles Liebe für dich.

  4. Ha, wie ich sehe, hat der Sohn an das Outfit deines Blogs Hand angelegt – sieht gut aus. –
    Ich kann immer und immer wieder nur sagen, dass es ein Geschenk ist, dass deine Kinder noch nach Haus kommen. Sehr oft ist es ja so, dass sie selbst eine Familie gründen und dann Weihnachten ganz für sich in Familie sein wollen.

    1. Jaja, wir haben gebastelt, d.h. Jan hat gebastelt. 🙂 Geplant war das schon lange.
      Wie das mal wird, wenn mein Nordkind selber Kinder hat, weiß ich nicht. Kann sein, dass dann alles anders wird. So ist das eben.

  5. Liebe Gudrun,
    wie gut kann ich deine Tränen beim Abschied nachempfinden. Mir geht es ganz ähnlich, wenn sich die Jüngste wieder „auf macht“, an ihren Studienort. Die Ältere ist ja zum Glück zur Zeit noch in der Nähe, so dass wir uns alle 1 -2 Wochen sehen.
    Ich bin gespannt auf deine neuen Wollprojekte.
    Sei herzlich gegrüßt von Beate

    1. Ich freue mich immer wie Bolle, wenn sich meine Kinder ansagen, aber dann ist die Zeit ganz schnell wieder vorbei und der Abschied naht. Auf dem Bahnhof bin ich immer ganz tapfer, aber dann, in der Straßenbahn nach Hause …
      Mein Wollprojekt ist schon in Arbeit. Mal sehen, ob ich es hinbekomme. Es wird eine besondere Art des Spinnens und Zwirnens. Mal sehen. 😊
      Liebe Grüße an dich, liebe Beate.

  6. Bei dir kehrt Ruhe ein und bei uns wird es lebhaft, weil die Enkelkinder kommen. Ich freue mich so, auch wenn die jüngere nur einen Tag bleibt, Selena wird eine Woche bei uns bleiben und wir haben einiges vor.
    Bleib bloß bei den Wollarbeiten, du machst so feine Sachen

    1. Mein Sohn hat sich gerade auch wieder auf den Weg nach Hause gemacht und mir ist das Herze jetzt richtig schwer. Aber so ist das eben. Berlin ist so richtig seine Stadt. Wir sehen uns im Februar wieder. Mein Sohn wird mir beim Renovieren helfen.

      Dass die jüngste Enkelin auch mal über Nacht bleibt, finde ich toll. Da wird Oma viel zu tun haben. Schön ist das.

      Ich setze mich gleich wieder an das Spinnrad. Es ist so tröstlich.

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