Wie das mit den „guten Vorsätze“und Vorhaben für 2018 ist.

Da ist also das Jahr schon wieder fast einen Tag alt. Nein, ich habe keinen „guten Vorsätze“, Vorhaben allerdings schon und davon jede Menge.

Hach, wie genieße ich die Ruhe am heutigen Tag. Der Lärm und der Dreck der gestrigen Nacht sind mir mächtig auf den Geist gegangen. Da gab es „Knalltüten“, die den ganzen Nachmittag und den ganzen Abend ununterbrochen ballerten. Es ist egal, wer oder was leidet, Tiere, Menschen, die Umwelt – ich finde es bescheuert.
Meinen Katzenweibern hatte ich auch eine „safety area“ eingerichtet, mitten in der Wohnung, abgeschottet, ohne Fenster. Sie haben das auch angenommen und so haben wir um Mitternacht eine Dreiviertelstunde einfach ausgesessen.
Und heute dann diese herrliche Ruhe.

Sogenannte gute Vorsätze habe ich nicht. Ich will

  • nicht 20 kg abnehmen auf Teufel komm raus,
  • nicht schöner werden, denn ich finde mich gut so, wie es ist
  • keine Sportsgranate werden, denn die war ich nie …

Vorhaben, ja, die habe ich wohl. Meinen Wollkrempel mache ich weiter. Verschiedene Garnarten möchte ich herstellen und darüber schreiben. Auch wenn das Ausprobieren seine Zeit dauern wird, ich habe Zeit und lass mich nie wieder hetzen. Hier muss nichts „metern“.
Manches wird mir gefallen, anderes nicht. Ausprobieren werde ich vieles, genauso wie das Filzen, Färben und die Verarbeitung der Garne.

Ich Schaf-Else werde auch weiterhin Schafwolle verarbeiten. Naja, fast immer. Zu dieser Quelle knüpfe ich gerade Beziehungen. Ich möchte nicht, dass irgendetwas weggeworfen wird. Und die Schafzüchter können jeden Euro gebrauchen. Mir gefällt so gar nicht, dass wir Schafwolle von sonstwo ankarren und auch nicht, dass in einer ehemaligen Textilindustrie-Ecke nicht mehr viel davon zu finden ist. Vieles kann ich nicht ändern, höchstens für mich selbst, im Kleinen.

Vorbereitung zum Zwirnen aus dem KnäuelBesser vernetzten werde ich mich. Auch dafür habe ich die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr genutzt, denn ich werde noch viel lernen müssen.
Ich beneide niemanden, der viel Geld ausgeben kann für sein Hobby, für Geräte und Rohstoffe. Bewundernswert finde ich die, die immer an der Technologie feilen. Auch unter nicht optimalen Bedingungen wissen sie sich zu helfen und kommen mit wenig aus. Mir gefällt so etwas und ich selbst bin sehr zufrieden damit. Mir fehlt gerade eine vierte Spule. Macht nichts, ich werde wiedermal aus dem Knäuel zwirnen.

Morgen mache ich mein Bouclé-Garn fertig. Es hat schon seine Zeit gedauert, aber es ist schön, wenn man etwas geschafft hat, Erfahrung sammeln konnte und die dann auch weitergeben kann.
Wie gesagt: Metern muss es bei mir nicht. 🙂

 

 

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