Bloß nicht die Ruhe verlieren.

Bloß nicht die Ruhe verlieren in diesen unruhigen Zeiten. Mir helfen meine Wollprodukte ordentlich dabei. Und ich habe ja auch noch einiges damit vor. Aber dazu später. Vielleicht. Irgendwann.

Ich habe gerade die zweite Lage Bouclé-Garn gezwirnt, erst aufwickeln lassen auf einen straff gehaltenen Faden, dann zusammenschieben und im dritten Zwirngang fixieren. Diesmal war ich etwas kühner, habe nicht so zaghaft gearbeitet. Die „Schlingen“ sind größer ausgefallen, auffälliger. Gut so, denn ich arbeite nicht mit Seidenfäden, sondern nur und ausschließlich mit Schafwolle. Das wird auch so bleiben und ich bin noch ganz am Anfang.

Mir gefällt das Garn inzwischen richtig gut. Durch die „Schlingen“ wird es schön fluffig. Es fasst sich gut an und ergibt ein lockeres Gestrick mit einer interessanten Struktur. Eigentlich wollte ich eine Jacke stricken. Ich besitze aber noch nicht einmal einen Schal aus Schafwolle. Und so habe ich das Probestück einfach weiter gestrickt. Vielleicht überlege ich es mir aber noch mit der Jacke.

Solche Wollprojekte dauern ihre Zeit. Ich werde sie mir nehmen, weil ich mich über die Besonderheit meiner Wolle sehr freue. Sie ist etwas Besonderes, etwas eigens Geschaffenes und das macht mich sehr zufrieden. Mit jedem Wollprojekt wird es etwas mehr, das Zutrauen, die Erfahrung, die Zufriedenheit. So lässt es sich auch gut überstehen, dass es mich gesundheitlich gerade etwas beutelt.
Ich finde es so was von interessant, dass das Garn erst nach dem Entspannungsbad ausgewogen ist, d.h. sich nicht mehr in sich selbst verdreht. Alles hat eben seinen Sinn und den versteht man manchmal erst, wenn man macht, probiert und etwas erschafft.

Morgen gehe ich wieder in den Garten. Ich bin immer noch dabei, den Futterdieb zu ermitteln. Ich weiß nicht genau, ob es meine Krähe ist. Vielleicht schleppt auch ein Waschbär die Näpfe weg und frisst sie aus. Ich bekomme das schon noch raus. Bloß nicht die Ruhe verlieren. Aber dann! … Tja was? Dann sage ich mir eben, dass es dem Tierchen bestimmt gut geschmeckt hat. 🙂 Böse sein kann ich eh niemand.

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