Ein ruhiger Sonntag mit Buchhaltung und Katze.

Ein ruhiger Sonntag geht zu Ende. Ruhig war er, weil nichts Aufregendes passiert ist. Ich musste mich um die Abrechnungen bei meinem Amt kümmern. Zweimal im Jahr ist das eben notwendig. Wenn ich mir meine jämmerlichen Zahlen ansehe muss ich sagen: viel Lärm um nichts. An solchen Tagen ist mir immer richtig mies zumute.

Meiner Kleo geht es mal wieder nicht gut. Sie ist unruhig und ich habe das Gefühl, dass sie mich verlassen möchte. Bisher hat sie sich immer wieder herausgerappelt, aber diesmal ist es anders. Ganz ehrlich? Ich habe heute meine Vorfahren gebeten, sie zu holen. Ihre Zeit ist einfach gekommen.
Egal, wie lange es aber noch dauert: Ich werde für sie da sein.

Über mein Töchterchen habe ich mich heute sehr gefreut. Sie hat mir ein Foto geschickt mit den Worten „Viele Grüße von deiner Nordsee“. Ach ja, wie liebe ich den Anblick dieser spröden Schönheit. Meine Nordsee. Ja. Vielleicht schaffe ich es in diesem Jahr mal wieder zum Meer.
Wisst ihr, wenn ich solche Bilder sehe oder in ihnen leben kann, dann habe ich das Gefühl, mein Denken und Fühlen sind grenzenlos. Alles Einengende verschwindet. Ich kann Ruhe mitnehmen.

 

ein ruhiger Sonntag mit Gruß von meiner Nordsee
Foto: Silke Schröder

Ich habe mal wieder Lust zum Filzen. Meine Spinnprojekte behalte ich natürlich im Auge, aber heute möchte ich mit einer Figur beginnen, die ein richtig verknittertes, faltiges und trotzdem freundliches Gesicht hat. Mal sehen, ob ich das schaffe.
Auch Fingerpuppen möchte ich noch machen, denn in meiner Schatzkiste ist noch Platz. Nein, heute nicht, aber in den nächsten Tagen. Vielleicht schicke ich die Kiste mit den Puppen dann meinem Enkel, wenn er noch etwas älter ist. Bestimmt bekommt auch jede Puppe ihre eigene, kleine Geschichte in der Sprache seiner Mutti und Oma.

Es bleibt heute ein ruhiger Sonntag. Vielleicht geht er für alle gut aus.

Comments are closed.