Was bin ich wert? Und, ist das wichtig?

Also, Fragen können einen manchmal umtreiben! Das heißt, früher war das nicht so. Da hatte ich einen leichteren Umgang mit mir, mit meiner Umwelt und der Frage „was bin ich wert“.

So langsam fange ich an, mich auf meine Veranstaltung im Februar vorzubereiten. Ich werde mit meinem Krempel und dem Spinnrad in die Stadtbezirksbibliothek in Plagwitz „ziehen“. Die Ferienkinder kommen und ich werde zeigen, wie vom Schaf ein Faden wird, mit Geschichten und Mitmachaktionen. Ich freue mich schon sehr darauf.

Mir ist aufgefallen, dass sich eine Menge Wissen angesammelt hat, was Schafe, Schafwolle und Erzeugnisse daraus betrifft. Viele Jahre hatte ich meinen Traumberuf: Ich konnte Wissen vermitteln. Das möchte ich immer noch. Die Bedingungen haben sich geändert, also muss ich die Art und Weise, zu diesem Ziel zu kommen, eben auch ändern. Als Frau, in einem gewissen Alter und in einer Gesellschaft mit vorwiegend geldwerten Zielen ist das nicht so ganz einfach. Unmöglich ist es nicht.

In Wyhra hatte man in meiner Abwesenheit gefragt, wo denn die freundliche Spinn-Tante ist. Das hat mich natürlich gefreut und mir auch gezeigt, dass es richtig ist, was ich mache. Ich bin nicht mehr so mobil, kann meinen Krempel schlecht transportieren. Also muss ich mir etwas anderes einfallen lassen, um tätig sein zu können. Mein Buch? Ja, das wäre eine Möglichkeit. Nur darf ich kein verkaufendes Gewerbe haben. (Ich habe keine Lust, das hier zu erklären.) Honorar, Tantieme oder so, das geht.

Eine zeitlang fand ich plötzlich alles schlecht, was ich bisher gemacht hatte für das Buch: die Schreibe, die Zeichnungen, die Fotos. Ich habe dann den Rechner ausgemacht und ihn auch aus gelassen. Gestern im Gespräch mit meiner Tochter fiel mir auf, dass es tatsächlich schlecht ist, wenn alles bisher Geschaffene in der hintersten Ecke der Festplatte liegen bleibt. Da es mir nicht um Geld und Ruhm geht, kann ich es eigentlich auch wieder hervorkramen. Oder?

Zwei der drei Fragen habe ich mir beantwortet. Über der Dritten hirne ich noch etwas.

  • Wer bin ich?
  • Was kann ich?
  • Was bin ich wert?
Was bin ich wert? In allem kann man etwas Schönes sehen.
In allem kann man etwas Schönes finden.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.