Man kann auch mal nichts tun, fast und überhaupt gar nichts.

Man kann auch mal gar nichts tun. Und man kann sogar darüber schreiben, dass man nicht taff durch die Gegend gehetzt ist und ständig am Schaffen war. Vor Monaten schon hatte ich mir vorgenommen, öfter mal dazusitzen und einfach nur den Wolken hinterher zu schauen. Das tut so gut, ist Erholung pur. Man spürt, wie die Ruhe vom ganzen Körper Besitz ergreift.

Den Wolken habe ich gestern hinterher gesehen. Und manchmal habe ich gedacht: „Kleo, egal wo du bist, kannst du mir ein Zeichen geben, dass es dir gut geht?“ Wolkenbilder formten sich, die Sonne schickte goldene Strahlen durch eine Wolkenlücke. Ich weiß nicht, ob es meine gewünschten Zeichen waren, aber gut getan hat es, das zu sehen. Kleo fehlt mir sehr.
Ich habe einem Bericht gesehen, wie wichtig Haustiere sein können, um sich nicht einsam zu fühlen. Noch ist die Gastkatze Penny bei mir, aber eine Neue wird nicht einziehen. Ich kann mir das schlicht und einfach nicht leisten.

In der nächsten Woche darf ich 40 Ferienkindern zeigen, wie vom Schaf ein Faden wird und was man alles damit machen kann. Auf diese Veranstaltung bereite ich mich vor. Ich sitze, stelle mir den Raum vor und alles, was ich mitgebracht habe, den Beginn, den Ablauf und alles, wo ich die Kinder einbeziehe. Wieder und wieder. Ich verändere, füge ein, stelle um. Ist mein scheinbares nichts tun also also doch nicht ganz ein Nichts?

Ach ja, mein Stein ist fertig. Es war gar nicht so leicht, ihn zu fotografieren, denn er glänzt noch wie Speckschwarte. Mal sehen, ob die Farben nun Wärme, Kälte, Regen trotzen können. Der Stein wird bei mir auf dem Balkon bleiben und zur Übung bemale ich den zweiten dort auch noch. Dann mache ich mich an den etwas Größeren, den meine Kleo in den Garten bekommt.

Die Ruhe gerade, mal nichts tun, bekommt mir gerade richtig gut. Die „große“Politik wird mir nichts Gutes bringen. Ich höre schon gar nicht mehr hin, was da gelabert wird in einer und über eine GroKo. Es ist mir ganz oft auch einfach zuwider. Nachrichten kann ich schlagzeilenartig erfassen.
Im Netz lese ich keine blöden Kommentare mehr unter den Meldungen, die immer wieder nur einen Inhalt kennen und oft in Worten verfasst sind, für die meine Mutter mir früher eine runtergehauen hätte.
Dass ich die Kommentarfunktion auf meinem Blog abschalte, ist vom Tisch. Jeden einzelnen werde ich auch nach wie vor beantworten, denn ich freue mich wirklich, wenn ich ein Feedback bekomme. Und alles andere muss mich nicht aufregen, muss mich vor allem nicht beschäftigen. Davon kann ich fern bleiben. Es kräht kein Hahn danach. Und nach mir auch nicht.
Wieso fällt mir jetzt gerade Udo ein? 😀

mein bemalter und nun lackierter Stein
Mein erster bemalter Stein ist lackiert und soll allen Witterungen trotzen.

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