Neues entstehen- und zulassen können. Im Großen wie im Kleinen.

Ich habe mal eine Dokumentation gesehen über Waffen, die alles in unserem Lebensumfeld verändern. Was wird dann mit den Menschen? Wer überlebt so etwas. Nein, es wären nicht unbedingt die Jüngsten und die Stärksten, sondern die mit Wissen und jeder Menge Erfahrung. Und auch die, die Neues entstehen- und zulassen können.

Wenn man sich nun vorstellt, was Junge und Ältere gemeinsam bewegen könnten. Und das ohne Katastrophen.

Ach darüber wollte ich eigentlich gar nicht sinnieren. Ich erlebe ständig, dass wir einerseits in einem Jugendwahn leben und zum anderen, dass die Jungen, mit ihrem Wunsch nach Veränderungen, mit ihren Ideen und Vorstellungen, nicht ernst genommen werden. Ich hätte mir das gewünscht. Statt dessen bekomme ich nun auch in der großen Politik wieder den Abklatsch dessen, was sich nicht verändert. Nicht einen von denen, die sich jetzt gerade feiern, habe ich gewählt. Und nun? Warum sollte ich zur nächsten Wahl gehen, wenn immer alles bleibt, wie es ist? Wenn sich nichts ändert, nicht reagiert wird auf Neues, die alten Machtverhältnisse gehätschelt werden. Dieselskandal – na und? Glyphosat – na und? Dreckschleudern an Kraftwerken – na und? Marode Kernkraftwerke – na und? …
Ich wünsche mir eine neue, bessere Welt. Für alle.

Dafür aber gibt es bei mir auf dem Fensterbrett Veränderungen.
Ich hatte im vergangenem Jahr Samen aus meinen selbstgezogenen Tomaten gewonnen, hatte den Samen auf Küchenrolle ausgebracht und trocknen lassen. Jetzt habe ich drei Samen mit dem Papier in Erde verbracht, um zu sehen, ob ich auf diese Weise den Samen konservieren und erhalten kann. Ich kann. Da wächst etwas!
Es ist noch zu früh, für meine Pflänzchen, aber so langsam werde ich mich um ein „Tomatenhaus“ und Dünger kümmern. Wenn die Zeit reif ist, werde ich wieder meine eigenen Tomaten ziehen. Der erste Versuch hat geklappt und im Tomatenbeet werde ich durchaus Neues entstehen- und zulassen können. Dort bestimme nämlich ich und ich muss mich bei Laune halten.

Neues entstehen- und zulassen können

 

5 Kommentare zu “Neues entstehen- und zulassen können. Im Großen wie im Kleinen.

    1. Dann werden wir beide Tomatentanten. 🙂 Ich hatte im vergangenem Jahr do viele gegessen, dass ich jetzt im Winter keine kaufen musste. Dafür schmeckt es dann wieder am besten.

  1. Schön wie er lacht, dein Blumentopf!
    Es tut immer gut, etwas einzupflanzen und wachsen zu sehen.
    In der großen Politik mische ich nicht mit, das liegt nicht in meiner Begabung, aber nicht zur Wahl gehen ist bei aller Enttäuschung auch keine Lösung!
    Etwas dazu beitragen, dass die Welt ein Stückchen besser wird kann Jede und Jeder.
    Deshalb gebe ich die Hoffnung nie auf, nach dem Motto: “ Steter Tropfen hölt den Stein.“

  2. Ich bin bisher auch immer zur Wahl gegangen, aber manchmal komme ich mir vor, wie zu tiefsten DDR-Zeiten. Da stand das Ergebnis auch fest. Es ändert sich nichts und das finde ich nicht nur nicht gut, ich finde es verantwortungslos. Aber ja, wahrscheinlich kann ich daran nichts ändern. Abfinden kann ich mich allerdings damit auch nicht so einfach.
    Über meine sprießenden Tomatenpflanzen habe ich mich sehr gefreut. Schon am zweiten Tag bin ich um den Topf geschlichen. 🙂
    Liebe Grüße an dich.

    1. Damit abfinden müssen, sollten, wir uns auch nicht. Wahrscheinlich können kleine Fische wie wir keine weltbewegenden Beiträge leisten, aber was wir im Kleinen tun, beeinflusst letztlich auch den Lauf der Welt. Und allein mit deinem Engagement hier im Blog und als „Wolltante“ auf Veranstaltungen bewirkst du etwas. Du hast als Lehrerin etwas bewirkt. Vielleicht nicht bei der großen Masse, sondern „nur“ bei Einzelnen. Aber auch Einzelne können irgendwann zu einer Masse werden.

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