Mal schimpfen wie ein Bierkutscher.

Gestern bin ich den ganzen Tag um die Wolle aus dem Landkreis herumgehirschelt. Sie duftet so gut und ist herrlich weich. Die Wolle habe ich neben dem Spinnrad untergebracht und heute werde ich noch einen Brief schreiben, der sich dann auf den Weg nach Lüttnitz machen wird.
Wie versprochen habe ich mit Pennys Schafwolldecke angefangen. Sie mag Schafwolle sehr und bekommt nun ihre Decke daraus. Ein ganzes Weilchen habe ich nach einem geeigneten Muster gesucht. Ich möchte nicht dauernd zählen müssen, sondern einfach ganz entspannt vor mich hin stricken. Da bei meiner Decke die Rückreihe ein bisschen anders ist als einfach die Maschen abzustricken, wie sie erscheinen, habe ich mich zu Beginn dauernd vertan. Und ich musste schimpfen wie ein Bierkutscher.

Ob das Schimpfen geholfen hat, weiß ich nicht so genau. Ich habe dann einen Deckel vor mich hingelegt, und mit jeder Runde gewendet. Wenn er das aufgemalte „A“ zeigte, dann wusste ich, ich darf nicht stricken, ich muss abheben. Das klappte. Irgendwann war die Routine da und unfein schimpfen wie ein Bierkutscher musste ich nicht mehr. Bloß gut, dass mich außer Penny niemand hört und die schweigt generös. 🙂

Das Muster für die Decke habe ich übrigens beim Bastelschaf gefunden. Vielen Dank. Hinter dem Bastelschaf steckt übrigens eine ganz patente Frau. Ein Lebensmotto von ihr stammt aus dem Film „Galaxy Quest“: NIEMALS AUFGEBEN, NIEMALS KAPITULIEREN!
Genau. Ich habe zwar zig Mal angefangen, aber jetzt geht es vorwärts und ich bin richtig zufrieden. Auch deshalb, weil ich schon wieder eine Idee für ein Weihnachtsgeschenk gefunden habe. Klar, da ist es noch ein Stücke hin, aber meine Geschenke mache ich ja selber. Und das kann dauern.

für Penny eine Decke stricken
Pennys Schafwolldecke, Muster mit Hebemaschen

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