Keine Lust auf Schneebilder, nur auf Frühlingsfarben.

Oh ja, ich war draußen und ich hätte feine Schneebilder machen können. Ich hatte aber überhaupt keine Lust darauf. „Leipzig versinkt im Schnee“ stand heute in einer Zeitung. Naja. Geht so. Fakt ist, dass der Zugverkehr erheblich gestört ist und dass die LVB den Fahrplan außer Kraft gesetzt haben. Letzteres heißt: Bimmel kommt oder Bimmel kommt nicht. Bloß gut, dass ich alles Wichtige erlaufen kann.

Nein, auf Schneebilder habe ich keine Lust, eher auf Frühlingsfarben. Meine Wolle hat es nicht so gefärbt, wie ich es wollte. Ich weiß auch, woran es lag. Ich bin ein alter Geizkragen, war zu geizig mit Wärme unter dem Topf, vor allem aber mit Essig. Und den braucht die Wolle, wenn sie sich dauerhaft färben soll. Nach einer Weile wird das Färbewasser klar, d.h. die Farbe ist in die Wolle gezogen. Tut sie das nicht in ausreichendem Maße, dann kann man auch dann noch Essig nachlegen. Ich war viel zu zaghaft.
Frühlingsfarben sind es aber dann doch geworden. Da ist die Kälte draußen doch ganz schön egal.

Ich hätte die Wolle noch einmal nachfärben können, aber das wollte ich nicht. Ich habe sie so gelassen. Sie ist richtig schön kuschlig  und ich habe auch schon eine Ahnung, was daraus werden könnte. Diesmal hab ich die Wolle dünn gesponnen.

Tja, Schneebilder gab es keine, dafür – tata- Wolliges. Wolle färben macht sich gut, wenn es draußen kalt ist und ich bin gerade ein großes Stücke froh und zufrieden. Bestimmt werde ich noch oft färben, mit was auch immer. Spannend ist das und genau das reizt mich sehr. Jetzt muss ich aber erstmal wieder spinnen. Ich bin dann mal am Rad.

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