Probestricken für ein Wollprojekt ist wie zum Sprung ansetzen.

Ostern wird ganz ruhig bei mir. Ich bekomme zum ersten Mal keinen Besuch von meinen Kindern. Das hat aber auch den Vorteil, dass ich nur das vorbereiten muss, was ich so will und unbedingt brauche. Ich habe also viel Zeit für mich und zum Probestricken für ein Wollprojekt.

Bisher habe ich immer Garn gesponnen und mir danach überlegt, was ich daraus machen kann. Diesmal will ich ganz gezielt das Garn zum Projekt spinnen. Ich habe schon mal ein Muster zur Probe aus einem Wollrest gestrickt und weiß nun, wie das Garn aussehen soll. Das Spinnen kann beginnen.
Ein Dreiecktuch habe ich noch nie gestrickt. Noch weiß ich es nicht genau, ob ich das Muster nehme oder ob ich noch einige andere probiere.

Einerseits das Ausprobieren und andererseits die Konzentration auf die Wolle und die Anspannung auf das Ergebnis tun mir gerade gut. Manche Diskussionen, im Netz und anderswo, will ich einfach nicht mehr hören. Warum? Weil es mich ausbremst. Es ist mir so ziemlich egal, was ein Jens Spahn mit breitem Grinsen so von sich gibt. Von dem erwarte ich nichts. Die unsägliche Diskussion, ab wann man arm ist oder nicht, das Hochschaukeln gegensätzlicher Meinungen und das verbale Draufhauen, bringt mich allerdings auch nicht weiter. Wenn man manchmal genau hin hört oder liest, dann vernimmt man ganz oft „ich … ich … ich“. Selbstdarstellungen also anstatt Vorschlägen zur Problemlösungen. Im Großen wie im Kleinen.
Ach, lassen wir das.

Das Dreiecktuch, welches ich vorbereite, möchte ich verschenken. Trotzdem habe ich oft aus den Wollprojekten Produkte übrig. Wenn ich alles dokumentiert habe für meine Buch-Unterlagen, kann ich das getrost abgeben. Gegen eine Spende, für die ich mir dann das kaufen kann, was ich zum Produzieren unbedingt brauche. Filznadeln z.B. oder eine Kleiderpuppe. Darüber hirne ich gerade.

Nach dem Probestricken für ein Wollprojekt setze ich mich jetzt noch ein Weilchen an mein Spinnrad und spinne das benötigte Garn. Mit der neuen Gleitsichtbrille entgeht mir gar nichts mehr, zumindest was das Wollige angeht. 🙂

 

7 Kommentare zu “Probestricken für ein Wollprojekt ist wie zum Sprung ansetzen.

  1. Ich mag viele Diskussionen und Lügen auch nicht mehr hören und lesen. Wie meist müßten diese Menschen das alles erst mal selbst durchleben und auch durchleiden.
    Die Farbe von dem kleinen Stück gefällt mir sehr gut.
    Viel Erfolg!
    Liebe Grüße Ellen

    1. Ich hatte die Wolle mit Lebensmittelfarbe gefärbt. Die Farbe ist nicht so geworden, wie geplant, aber ich finde sie auch in Ordnung. Ostern färbe ich nochmal. 😀
      Herzliche Grüße an dich, liebe Ellen.

  2. Liebe Gudrun, da ich mich wirklich fast nur im Blog aufhalte – und da gibt es solche Diskussionen kaum – beschäftigt mich der Jens Spahn mit seiner grenzenlosen Überheblichkeit nur peripher.
    Aber dieser Satz freut mich: „Mit der neuen Gleitsichtbrille entgeht mir gar nichts mehr, zumindest was das Wollige angeht. 🙂“ – Ich hoffe, dass es dieses Mal besser geklappt hat.
    Und tschüss sagt Clara

    1. Du bezeichnest das so richtig: grenzenlose Überheblichkeit. Ja, so sehe ich das auch.
      Mit der neuen Brille sehe ich prima. Nochmal kommt mir nicht din neuer Optiker ins Brillenetui. Und wenn er noch so viel verspricht.
      Liebe Grüße ins Hauptstädtchen.

  3. Das Muster gefällt mir sehr gut. Ich arbeiten mich auch nicht mehr an den Oberflächen ab, die uns von der Politik als Punchingbälle zur Verfügung gestellt werden. Wozu auch? Ich wünsche dir wunderschöne Ostertage. Auch bei uns wird es ruhig zugehen.

  4. Dann hast du richtig viel Zeit zum Stricken über die Feiertage und keiner fragt, wann es was zu essen gibt 🙂
    Liebe Gudrun, ich wünsche dir ein buntes Osterfest, vielleicht lässt sich doch mal ein Sonnenstrahl blicken.
    Liebe Grüße von Kerstin.

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