Ein Nobelhotel für Insekten und viel Ruhe.

Totholz für eine Unterkunft für Insekten

Eigentlich wollte ich das schon im Herbst erledigt haben, aber wie das so ist: Ich habe es verbummelt. Die ersten Insekten habe ich schon gesehen. Nun wird es aber Zeit, dass ich an ein Insektenhotel für meinen Balkon denke.
Eine Freundin und ehemalige Kollegin gab mir den Tipp, nach abgelagertem Holz zu suchen. Die Insekten bauen sich ihre „Zimmerchen“ dann selbst, wenn man das richtige Holz anbietet.

Den Sonnenschein gestern musste ich einfach nutzen, ehe es nochmal kalt wird. Im Park gegenüber sollte doch Holz zu finden sein für meine Insekten. Man lässt dort immer Totholz liegen, für alles Kleingetier, das in meinem Park wohnt. Ein Stück müssen sie mir mal abgeben.
Ich war lange nicht in dem Park. Es ist mir oft zu langweilig, dort spazieren zu gehen. Gestern allerdings hatte ich sogar die Kamera mal mit. Und abseits der ausgetretenen Wege fand ich auch recht interessante Motive. Erschrocken war ich über die vielen abgebrochenen Bäume. Der letzte Sturm hat kräftig gewütet.

Ich werde jetzt gleich die Beine hochlegen, denn mir tut ordentlich der Rücken weh. Ich habe heute etwas lange am Spinnrad gesessen. Aber egal, die zwei ersten Stränge Wolle trocknen schon. Bald kann ich anfangen, mein Dreiecktuch zu stricken. Bis die 80 cm lange Nadel nicht mehr ausreichend ist, wird die bestellte längere angekommen sein. Ich liege gut in der Zeit.

Ansonsten ist es ganz ruhig bei mir und ich genieße das sehr. Ich habe mich sehr zurückgezogen, halte mich fern von Dingen, die ich nicht ändern kann und auch überall dort, wo ich unwichtig scheine. Zeit kann ich anders verbringen. Ich hätte gerade noch ein bisschen mehr davon.
Ich freue mich sehr darauf, dass es bald wärmer wird, dass ich säen und pflanzen kann und dass Insekten bei mir einziehen in ihr Nobelhotel.

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