Kennt ihr böhmisches Bierfleisch?

Da ist Ostern nun fast vorbei. Ach, was waren manche am Wuseln, am Kochen und Backen! Das Netz ist gerade voll von Kuchen- und Essenbildern. Ich wundere mich da immer ein bisschen, mag das nicht so sehr. Und trotzdem komme ich nun auch noch mit Essen angekleckert, d.h. mit einem Rezept über böhmisches Bierfleisch.

In den letzten zwei Jahrzehnten habe ich eine Menge Neues kennengelernt und auch probiert. Fischrezepte aus dem Norden zum Beispiel oder Kohlrezepte aus dem Dithmarschen. Vor Ostern aber hab ich meine Kochbücher mit Rezepten meiner östlichen Nachbarn wieder ausgekramt. Ich habe da so meine Lieblingsgerichte aus Polen und Tschechien. Aber auch an russischen Gerichten habe ich mich schon fast überfuttert.

Ich dachte mir, dass es mal wieder Zeit ist, in meine alten Kochbücher zu kucken. Wenn man viel über seine Nachbarn weiß, dann hat man manchmal eine ganz andere Sicht und lässt sich auch nicht so schnell hineinziehen in krude, hysterische Bedrohungsgerüchte oder Forderungen nach Aufrüstung und ähnlichem. Nein, das Gestänkere gefällt mir gerade gar nicht. Reden, miteinander Handeln, abrüsten – das ist das einzige, was für mich interessant ist.
Ich werde alte Freundschaften wieder aufleben lassen. Wen man kennt, auf den schießt man nicht. Naja, das nur am Rande. Nun aber zurück zum Kochen.

Ich hatte Ostern „Böhmisches Bierfleisch“ gekocht. Schon der Duft in der Küche war unglaublich appetitanregend.
Ich war begeistert von dem einfaches, unkompliziertes Rezept ohne Firlefanz. Es schmeckte einfach richtig lecker. Und weil das so war, petzte ich mal.

Böhmisches Bierfleisch

Die Zutaten:

– 600 g Schweinefleisch
– 1 Eßlöffel Edelsüßpaprika
– 300 g Zwiebeln
– Schweineschmalz o.ä.
– 1 gehäufter Teelöffel Kümmel
– 1/2 helles Bier
– 3 hehäufte Eßlöffel geriebenes Schwarzbrot
– Salz und Pfeffer

Und so geht es:

Das Schweinefleisch wird in grobe Würfel oder Stücke geschnitten und mit dem Edelsüßpaprika bestreut. Die kleingeschnittenen Zwiebeln werden im Schweineschmalz knusprig gebäunt. Dann wird das Fleisch zugegeben und kurz mitgebräunt. Jetzt wird der Kümmel und die Hälfte des Bieres dazu gegeben und der Deckel aufgelegt. Auf „kleiner Flamme“ wird das Fleisch langsam gegart.
Ca. 15 Minuten vor Ende der Garzeit wird das geriebene Scharzbrot und das restliche Bier zugegeben und alles weiter gekocht. Wenn der Saft dick und das Fleisch weich ist wird alles noch mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt.

Das Festessen kann beginnen. Sehr gut dazu passen Knödel.

Guten Appetit.

Essen mit Freunden: Böhmisches Bierfleisch

12 Kommentare zu “Kennt ihr böhmisches Bierfleisch?

  1. Liebe Gudrun,
    bei uns gab es ganz normales Essen, nix Außergewöhnliches. Ich hatte allerdings auch keine Gäste.
    Nein, Böhmisches Bierfleisch kenne ich nicht. Ich finde es auch immer interessant, mal etwas anderes auszuprobieren, aber am liebsten ohne Fleisch.
    Sei lieb gegrüßt von Beate

    1. Ohhhh, das riecht so gut, wenn es gart. 🙂 Die tschechische Küche liebe ich sehr.
      Da muss ich wohl vegetarisch kochen, wenn du kommst?
      Besuch hatte ich diesmal auch nicht. Zum ersten Mal war es Ostern ohne wenigstens ein Kind. Nun ja, darauf werde ich mich einstellen müssen.
      Herzliche Grüße an dich.

  2. Fleisch in Bier garen kenne ich, aber dieses Rezept nicht. Ich mag allerdings keinen Kümmel. Aber den könnte man ja auch weglassen. Ich koche und backe einfach gerne, das ist für mich Erholung und kein Streß. Und wir essen einfach auch gerne gut. Aber ich kann auch ohne Ostern stundenlang in der Küche stehen 🙂

    1. Ach, ich weiß nicht, wie das mit meinen Kochkünsten ist. Geschmeckt hat es gut.
      Ich lese gerne in alten Kochbüchern. Und dann kommt auch der Appetit und die Lust am Kochen.
      Ich schick dir Grüße.
      (Halte die Ohren steif in der nächsten Zeit, liebe M.)

  3. Das wäre absolut mein Geschmack. Esse gerne Schweinebraten vom Nacken. Durch den Fettanteil ist es zart und sehr geschmackvoll.
    Heute gab es Kartoffelgratin mit Salat. War lecker 😋😋

  4. Das klingt lecker….. Und so einfach. Würde mich gerne als Vorkosterin fürs nächste Mal anmelden 😉
    Liebe Grüsse von der Mia aus dem Schwabenland, die mal wieder versucht ihren Blog wieder zu beleben.

    1. Ich merke das vor. Wir machen das noch zusammen in der Grünauer Küche. Wirste sehen!
      Ja, mach das mal mit dem Blog. Es wäre schade drum.
      Liebe Grüße ins Schwabenland. 🙂

  5. Liebe Gudrun, ich lese heute erst deine Antwort hier auf meinen Kommentar. Nein, auf keinen Fall sollst du wegen mir irgenwelche Extras machen, ich esse was auf den Tisch kommt. ❤
    Ganz liebe Grüße zu dir

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