Ein lila Schultertuch und Bringt-dat-watt.

ein lila Schultertuch und eine geplante Kräuterwanderung

Ostern ist vorbei und die alljährliche Festlichkeit auch. Ich kann mich wieder wichtigen Dingen widmen.
Zuerst einmal kann ich sagen, dass mein lila Schultertuch wächst. Ich warte auf eine längere Rundstricknadel, die ich bestellt habe. So langsam wird die 80er-Nadel zu kurz. Ich könnte zwar noch Maschen draufquetschen, aber das mag ich nicht.

Ich freue mich sehr, dass ich es wirklich geschafft habe, die Wolle so zu spinnen, wie ich sie für das Projekt brauche und möchte. Bisher habe ich immer gesponnen und dann erst überlegt, was ich mit der Wolle mache. Ich freue mich, dass das Tuch so leicht wird, obwohl die obere Kante 2,20 m lang wird. Wahrscheinlich wird lila Wolle übrig bleiben. Ach, da gibt es halt noch Beinstulpen für die fleißige Joggerin dazu.
Jetzt trocknen die nächsten beiden Stränge vor sich hin.

mein lila Schultertuch wächst
Ea wächst und wächst, mein lila Schultertuch.

Mit meiner Freundin werde ich jetzt mal in mein altes Dörfchen fahren. Dort gibt es eine tolle Wiese. Ich will Kräuter holen, vor allem Spitzwegerich. Ich muss Hustensirup machen.
Eigentlich müsste ich mal zu meinem Kanal. Dort habe ich immer Huflattich geholt. Aus irgendeinem Grund habe ich keine Lust, über meine Wiese zu den alten Speichern zu pilgern. Keine Ahnung, woher die Abneigung kommt.

Noch kann ich durch die Bäume bis zu den alten Speichern kucken. Wenn die Blätter wachsen, ist es damit vorbei.

die alten Speicher am Kanal
Noch kann ich durch die Bäume die alten Speichern am Kanal sehen.

Ich habe heute von meiner Tochter aus dem Norden eine Karte bekommen, die mich herzlich lachen ließ. Hach, ich mag die Leute da oben mit ihrem ganz besonderen Humor. Auf der Karte lässt der Grafiker Beck zwei Leutchen durch das Watt staksen. Sagt der eine: „Wir unterscheiden zwischen Schlickwatt, Mischwatt, Sandwatt…“ und der andere entgegnet „… und Bringt-dat-watt!“

Mit immer noch Lächeln auf den Lippen verabschiede ich mich für heute. Lasst es euch gut gehen.
Ich stricke in den Denkpausen mein lila Schultertuch weiter und arbeite dann an meinem Buch. Was mich bewogen hat, daran weiter zu schreiben, davon erzähle ich ein andermal.

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