Wenn Leipzig nach Bärlauch duftet.

Das Wetter lud regelrecht ein, einen Spaziergang in den Leipziger Auwald zu machen. Wenn Leipzig nach Bärlauch duftet, dann nehme ich mein Körbchen und pflücke mir Bärlauch, auch als Hexenzwiebel, Wilder Knofel oder Waldknoblauch bezeichnet. Man muss nicht lange suchen. Die Wälder und Wiesen sind voll mit dem kraftvollen Kraut. Und wenn man sich ein bisschen mit ihm auskennt, dann hat man sein Körbchen bald voll und kann ihn auch nicht verwechseln.
Es ist schon üppig, was die Natur einen schenkt.

Der Bär war in der Mythologie immer ein starkes Seelentier. Er durfte seinen Namen geben für das kraftspendende Kraut, welches in der Naturmedizin schon lange seinen festen Platz hat. Ich mag den Duft des Bärlauches, im Wald beim Sammeln und dann auch beim Verarbeiten. Dazu nehme ich mir Zeit, viel Zeit. Ich krame mein altes Wiegemesser heraus und widme mich dem Zerkleinern des gewaschenen und abgetrockneten Bärlauches. Die Ruhe, die mich überkommt bei den gleichmäßigen Bewegungen, genieße ich sehr. Keine Küchenmaschine kann das Wiegemesser und den Mörser ersetzen.

Pesto und Gewürzpaste stelle ich schon seit Jahren her. Beim Suchen in alten Blogbeiträgen war mir aufgefallen, dass ich Bärlauch sogar mal gezeichnet hatte. Das hatte ich längst vergessen.
In diesem Jahr will ich auch noch eine Tinktur herstellen, die dann länger haltbar ist als meine Pasten und die mir auch im Winter zur Verfügung stehen wird. Jetzt erst einmal wird mir das Wildkraut als Frühjahrskur und überhaupt all gesundheitliche Unterstützung gut tun. Das weiß ich. Und deshalb werde ich wohl nochmal losziehen mit meinem kleinen Körbchen in den Leipziger Auwald. Ich nehme euch mit, wenn ihr wollt.

7 Kommentare zu “Wenn Leipzig nach Bärlauch duftet.

  1. Danke für den Link Liebe Gudrun. Liest sich alles lecker.
    In jedem Wald oder Wäldchen wächst er jetzt sehr üppig bei uns.
    Ich mag den Geruch, mein Mann auch, aber er schmeckt ihm nicht und bleibt lieber bei Knoblauch.
    Viel Freude bei der Ernte und Verarbeitung.

    Alles Liebe von Mathilda ❤

    1. Ich habe tatsächlich nich einiges vor. 🙂 Wenn ich morgen nicht zum Zahnarzt müsste, hätte ich mich heute schon über das erste Gläschen hergemacht. 🙂
      Liebe Grüße an dich, liebe Mathilda.

    1. Ich weiß nicht, wie weit er dann ist, aber wir gehen mal in den Auwald. Da kann man wunderbar laufen. 🙂 Die Bärwaldwiesen sieht man aber noch. Wahrscheinlich blüht dann alles.

    1. Im nördlichen Auwald ja. Ein Handsträußchen nebenan wird nichts schaden.Die Überschrift sollte ich vielleicht ergänzen: Wenn es im Auwald nach Bärlauch duftet, dann wächst er auch wo anders. Und ich muss mir mein Handsträußchen holen, denn viel brauche ich davon nicht.

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