Wenn Leipzig nach Bärlauch duftet.

wenn Leipzig nach Bärlauch duftet

Das Wetter lud regelrecht ein, einen Spaziergang in den Leipziger Auwald zu machen. Wenn Leipzig nach Bärlauch duftet, dann nehme ich mein Körbchen und pflücke mir Bärlauch, auch als Hexenzwiebel, Wilder Knofel oder Waldknoblauch bezeichnet. Man muss nicht lange suchen. Die Wälder und Wiesen sind voll mit dem kraftvollen Kraut. Und wenn man sich ein bisschen mit ihm auskennt, dann hat man sein Körbchen bald voll und kann ihn auch nicht verwechseln.
Es ist schon üppig, was die Natur einen schenkt.

Der Bär war in der Mythologie immer ein starkes Seelentier. Er durfte seinen Namen geben für das kraftspendende Kraut, welches in der Naturmedizin schon lange seinen festen Platz hat. Ich mag den Duft des Bärlauches, im Wald beim Sammeln und dann auch beim Verarbeiten. Dazu nehme ich mir Zeit, viel Zeit. Ich krame mein altes Wiegemesser heraus und widme mich dem Zerkleinern des gewaschenen und abgetrockneten Bärlauches. Die Ruhe, die mich überkommt bei den gleichmäßigen Bewegungen, genieße ich sehr. Keine Küchenmaschine kann das Wiegemesser und den Mörser ersetzen.

Pesto und Gewürzpaste stelle ich schon seit Jahren her. Beim Suchen in alten Blogbeiträgen war mir aufgefallen, dass ich Bärlauch sogar mal gezeichnet hatte. Das hatte ich längst vergessen.
In diesem Jahr will ich auch noch eine Tinktur herstellen, die dann länger haltbar ist als meine Pasten und die mir auch im Winter zur Verfügung stehen wird. Jetzt erst einmal wird mir das Wildkraut als Frühjahrskur und überhaupt all gesundheitliche Unterstützung gut tun. Das weiß ich. Und deshalb werde ich wohl nochmal losziehen mit meinem kleinen Körbchen in den Leipziger Auwald. Ich nehme euch mit, wenn ihr wollt.

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