Wolle färben und nie wieder kirre machen lassen.

Meine textilen Experimente können weiter gehen. Die Wollestränge liegen bereit, Beizmittel ist bestellt. Nun beobachte ich aufmerksam meine Birke. Sie muss mir einige ihrer Blätter schenken, dessen Farbstoff meine Wolle färben soll. Noch ist es Zeit, aber bald kann ich werkeln, so wie es die Menschen vor hunderten von Jahren schon getan haben.

In dem Garten bin ich nur Gast, kann also nicht schalten und walten wie ich will. Auch ist der Garten nicht groß. Ansonsten hätte ich mir in einer Ecke einen Färbergarten angelegt und typische Färbepflanzen wie Färberkamille, Krapp oder Färberwaid selber angebaut.
Aufgegeben habe ich diesen Plan noch nicht. Vielleicht findet sich in der Gartenanlage ein Fleckchen, wo ich die Pflanzen anbauen kann. Ich würde als Gegenleistung auch die Pflanzen mit Informationstafeln versehen und in Veranstaltungen zeigen, was man damit macht. Es ist nicht leicht, Entscheider zu überzeugen, dass das doch eine wichtige Sache ist. Für Kindergruppen beisspielsweise. Nun, ich werde nicht daran zerbrechen, wenn es nicht klappt. Ich kenne das ja schon, dass man sich ungern mit etwas belastet, wo doch alles auch ganz gut ohne geht. Änderungen sind halt immer mit Aufregungen verbunden.

Wenn ich wieder Rohwolle habe, werde ich die nach dem Waschen und vor dem Spinnen färben. Ich möchte dann verschiedene Farbeffekte erreichen, indem ich die Farben in der Kardiermaschine zusammenbringe. Möglichst vieles möchte ich draußen machen. Hach, wie ich mich freue auf Sonne und Wärme und einen Arbeitsplatz im Garten.

Ach ja, übrigens, ich habe mein „iBooks Author“ wieder aktiviert.  Ich arbeite wieder an meinen Büchern über das Spinnen und das Nadelfilzen. Das Wolle färben kommt da natürliche mit rein. Nie wieder werde ich mich „kirre machen“ lassen. Nie wieder!

So und nun erstmal Käffchen.

Ibooks Author und Wolle färben

15 Kommentare zu “Wolle färben und nie wieder kirre machen lassen.

    1. Manchmal kommt des Auslöser von Menschen, die einen eigentlich motivieren müssten. Da geht es abe leider manchmal nur um Gängeln und Wegdrängen. Die Jacke, die mir da gereicht wird, ziehe ich mir nicht mehr an.
      Herzliche Grüße an dich.

    1. Eben. Genauso ist es, liebe Clara. Auch wenn es manchmal schwer ist, man gegen allerlei Überheblichkeiten und auch Neid zu kämpfen hat.
      (Ich habe immerhin auch schon rausbekommen, wie man Lila färben kann. Mit Pflanzen.)

  1. Bravo, ein sehr guter Entschluss, dich nicht mehr von deinem Weg abbringen zu lassen!
    Ich bin wirklich gespannt, wie deine Farbergebnisse wirken. Die Idee mit dem Garten und den Schildernbund Führungen finde ich so klasse. Ich drücke feste die Daumen. In so einem Garten könntest du vlt. ein Garten(holz)häuschen,wie man sie im Baumarkt findet, stellen und dort Spinnkurse abhalten. Es finden sich evtl. Sponsoren, man darf doch mal träumen, oder?
    Liebe Grüße von Beate

    1. Ja, beim Träumen kommen auch die Ideen.
      Ich kann mir allerdings keine Gartenpacht leisten und schon gar kein Holzhäuschen. Gedacht habe i h schon immer mal an so etwas, aberes geht nicht. Aber vielleicht kann ich für andere tätig sein. Oder für einen Verein eben.
      Liebe Grüße

  2. Schön, wenn man ein erfüllendes Hobby hat. Das kann nicht jeder sagen und an Träumen festhalten, sie dann zu verwirklichen, das ist es, was zufrieden und glücklich macht, machen kann.
    Dabei wünsche ich dir so viel Freude und gutes Gelingen.

    Alles Liebe von Mathilda ❤

  3. Liebe Gudrun, ich weiß, dass die Pacht zu kostspielig ist, deshalb schrieb ich von Sponsoren. Z.B. könntest du beim NABU anfragen, ob die Mitglieder haben die Gartenbesitzer sind und ein solches Projekt unterstützen würden.

    1. Mit der Nabu, zumindest mit einem Bereich, muss ich morgen telefonieren. Ich sollte zur Schafschur kommen und muss nach dem Termin fragen. vielleicht kann ich dort etwas für sie tun. Ich würde mich freuen. 😊

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