Halte dir jeden Tag 30 Minuten für deine Sorgen frei.

Sorgen bestimmen einen nicht

Nein, jetzt kommt nichts Tieftrauriges. Das Zitat stammt von Abraham Lincoln und geht nämlich noch weiter: „Halte dir jeden Tag 30 Minuten für deine Sorgen frei und mach in dieser Zeit ein Nickerchen.“

Vor Tagen habe ich in der Arte Mediathek einen Filmbeitrag gesehen, in dem auch ein Model zu Wort kam. Sie sprach über das derquere Frauenbild in der Branche und das sie für sich mal angenommen hatte. Sie lief dürr und blass über den Laufsteg als hätte sie Schmerzen, leidet, hat Qualen. Und sie hatte damit Erfolg. Hallo! Das will ich nicht.

Dem ewigen Jugendwahn bin ich nicht verfallen. Meine Haarfarbe bleibt so. Würdig halt, gell? Kommt, wenigstens ein bisschen!
Und damit mir die Sonne nicht die Ohren ankokelt (wie eine Blogfreundin neulich schrieb), bin ich auf der Suche nach einem Hut. Da ich weiß, wie er aussehen soll, kann das ein bisschen dauern.

Sorgen bestimmen einen nicht

Auf dem Balkon habe ich heute meinen zweiten Kasten besät. Ich hatte mir beim NABU Samen bestellt für Blumen, die die Bienen und Schmetterlinge sehr mögen. Im Herbst räume ich die Kästen wieder leer. Überwintern wird bei mir nichts müssen. Der erste Samen ist schon aufgegangen. Mal sehen, was wird und wie es aussieht. Fehlt noch was, dann werde ich halt noch pflanzen. Bienenfreundlich natürlich.
Es gibt so viele Pflanzen, die nur einfach schön aussehen. Weiter nichts. Und da fällt mir das Model gerade wieder ein.

Die Bienchen müssen noch ein Weilchen warten.

Es wäre schon sehr blauäugig, wenn man meinen würde, es gäbe die Sorgen nicht. Die gibt es, im Persönlichen und auch darüber hinaus. Man kann auch darüber nachdenken, was man selbst tun kann dagegen. Bestimmen sollten sie aber das Leben nicht und das Lachen nicht nehmen.
Ich habe eine Freundin, die mich in jedem Gespräch fragt: „Wie geht es dir denn?“ Jedesmal, wirklich jedesmal, entgegnet sie auf meine Antwort, dass es mir gut gehe mit zweifelnden, etwas wehleidigen Blick: „Na?“ So langgezogen kommt das. „Na?“ Warum freut sie sich nicht einfach und warum will sie etwas anderes hören?

Sei’s drum. Ein Nickerchen mache ich jetzt nicht, aber Sorgen bleiben jetzt einfach mal weg. Ich zerre sie nicht her und mach mir lieber meine Welt, wie ich sie will.

Die rote Nase stammt vom warmen Wasser und der Sonne draußen.

Comments are closed.