Fluch und Segen.

Gertenarbeit und die Ergebnisse, Fluch und Segen

Heute regnete es. Endlich, aber eigentlich kann es die Schäden nicht wieder gut machen. In diesem Jahr nicht mehr.
Den letzten richtig warmen Tag habe ich im Garten verbracht. Noch einmal wollte ich die Wärme der Sonne genießen und auch die Vögel füttern. Die finden wie alle anderen Tiere wenig zum Fressen. Auch Apfelhälften lege ich immer aus, Nüsse und Haferflocken. Und immer ist alles weg gefressen.Der Garten hat mir gut getan nach den nicht angenehmen Tagen mit Rheumaschub und allerlei Untersuchungen vor einem neuen Medikament. Es ist eben alles Fluch und Segen.

Mein altes Rheumamittel habe ich nicht mehr vertragen. Nach dem Absetzen passierte das, was zu erwarten war. Das Rheuma schlug zu. Es ist schon Mist, wenn man nicht gehen kann. Meine Freundin brachte mir einen Gehstock angeschleppt, aber eine Hilfe war der nicht. Wenn ich denn mal einen nehme, dann einen Quietschebunten. „Mit einem Gewehr unten dran?“, fragte mein Rheumatologe. Und dann lachten wir beide. Gudrun, die Flintenelli!

Nun muss ich allerlei Untersuchungen durchstehen, denn auch das neue Medikament hat so seine Tücken, greift ein in die Prozesse im Körper. Wisst ihr, ich möchte schon noch ein paar Jährchen meinen „Kram“ machen. Das Medikament wird mir dabei helfen. Ich habe aber auch große Angst davor, es mir zu spritzen. Fluch und Segen halt, aber da muss ich durch.

immer noch reichlich Tomaten am Strauch
Es sind immer noch viele Tomaten am Strauch

Eine Gurke habe ich noch an meiner Pflanze. Im nächsten Jahr werde ich mehr anbauen, denn die gegenwärtigen Preise sind mir zu hoch. Das halte ich nicht durch. Also kaufe ich keine Gurken.

Über meine Tomaten freue ich mich. Ich habe mich daran satt essen können, habe Chutney und Tometenmark gekocht und habe immer noch viele Tomaten an den Sträuchern. Eigentlich wollte ich auch noch welche trocknen und in Öl einlegen, aber meinen Herd will ich nicht stundenlang an haben. Zu einem Dörrgerät bringe ich es in diesem Jahr nicht. Mal sehen, was mir anderes einfällt.

Selbstversorger
Mein Kohl wächst!

Sieht mein Kohl nicht gut aus?
Als ich die Pflänzchen seinerzeit in die Erde brachte, standen da dünne Stängel mit drei Blättchen dran. Sie standen und standen und ich war schon der Meinung, dass ich etwas falsch gemacht haben musste. Und dann legten sie los! Ich werde Sauerkraut selber machen im Gärtopf und der Rest wird auch verputzt.

 

Mein Überwurf hat noch eine Mütze bekommen. Naja, die erste hab ich wieder aufgedröselt, weil sie mir nicht gefiel. Jetzt bin ich zufrieden und plane die Armstulpen.
Es ist gut, dass ich mich mit so vielen Dingen beschäftigen kann, Dingen, die mir auch noch nützlich sind. Gerade jetzt, mit meinem Rheumamist und auch mit all dem Belastenden um mich herum. Es lässt mich zur Ruhe kommen und sie sehr genießen, die Gedanken sortieren und eigentlich auch planen, wie es weiter gehen soll. Es hat halt alles seinen Fluch und Segen, aber damit kann ich bestimmt klar kommen.