Das Ende des Gartenparadieses und der Selbstversorgung

Ende des Gartenparadieses

Das Ende des Gartenparadieses.
Ich unterbreche heute mal das, was ich eigentlich bloggen wollte, weil es mir gestern die Beine weggezogen hat. Ich weine und kann mich gar nicht mehr beruhigen.

Tometenende und Ende der SelbstversorgungIn meinem Tomatenhaus hängen noch ganz viele Früchte an den Sträuchern. Die blühen sogar noch.
Ich werde sie aber in den nächsten Tagen vernichten, das Tomatenhaus abbauen und auch alles Konservierte dem Mülleimer zuführen.

Mit der Stromrechnung erhielten wir eine Mitteilung, dass das Wasser der Brunnen in der Gartenanlage belastet ist und nicht verwendet werden darf zum Gießen. In unmittelbarer Nähe der Gartenanlage befand sich eine chemische Reinigung. Leichtflüchtige chlorierte Kohlenwasserstoffe, die als Lösungsmittel genutzt waren, verseuchten den Boden, so dass bereits 2008 der Stadt Leipzig Fördermittel zur Abtragung des Bodens (ca. 7 m durch Großraumbohrungen und Wiederauffüllung mit sauberem Kies) bewilligt wurden. Die Stadt Leipzig hat das auch damals veröffentlicht auf ihren Seiten.
Weil das Gelände abfällt in Richtung Kleingartenanlage, Auwald, Notwasserbrunnen, wurde auch nach der Sanierung ein Nachmonitoring durchgeführt und schon lange gesagt, dass keine Nutzpflanzen mit Brunnenwasser passieren soll. Die Belastung ist zu hoch und der Stoff ist krebserregend.

In den Sommermonaten wurden Planschbecken gefüllt und natürlich auch gegossen. Aushänge gab es nicht und Mitteilungen an die Gartenfreunde auch nicht.

Warum nicht?

Jedenfalls wandern meine Tomaten in den Müll. Auch mein Kraut werde ich nicht verwenden. Für mein Sauerkrautprojekt werde ich mir Kraut kaufen. 🙁
Vor Tagen hatte ich gleich neben der Messstelle Kastanien gesammelt, habe tagelang gehackt und alles eingelagert als Waschmittel. Ich wollte besonders umweltfreundlich sein. Irgendwie ist das jetzt richtig grotesk. Ausprobiert habe ich das Waschmittel und ich werde auch darüber schreiben. Eine feine Sache ist das nämlich normalerweise. Nur für mich nicht. Ich werfe es weg.

Den Garten nur mit Regenwasser zu versorgen kann ich vergessen. Regen fehlt hier seit Monaten. Und selbst wenn es im Herbst und Winter regnet, habe ich im Sommer kein Wasser.

Für mich ist das das Ende des Gartenparadieses. Bloß gut, dass ich noch meine Wolle habe.