Reich sind nur die, die wahre Freunde haben.

Mein Filzbild ist fertig - auch Dank meiner Freunde

Die Worte über Freunde aus der Überschrift sind nicht von mir, sondern von Thomas Fuller, englischer Historiker aus dem 17. Jahrhundert. Wie  Recht er hat.
Demzufolge ist es an der Zeit, mal Danke zu sagen.

Gestern habe ich gar nichts gemacht. Ich habe nur dagesessen und war der Meinung: Ich brauche einen neuen Plan!
Ja, klar, aber wie, was, wo, womit? Dabei blieb es allerdings auch. Es ist gerade etwas viel, was auf mich herein prasselt, viel an negativen Dingen. Wie war das doch gleich? Hat Wolle und Wolliges nicht immer geholfen?

Lichtblick: Filzbild, nach "Die Ährenleserinnen" von Jean-François Millet

Es spiegelt wie der Deibel, aber ich zeige es trotzdem. Endlich habe ich heute mein Filzbild nach dem Gemälde  „Die Ährenleserinnen“ von Jean-François Millet fertiggemacht und mottensicher gerahmt. Es wurde auch Zeit, denn mir geistert schon wieder ein Bild im Kopf herum. Den Schimmelreiter möchte ich haben, vielleicht kleiner, als Lesezeichen. Ich hab das schon mal gemacht, aber es gefällt mir nicht mehr.
Malen mit Wolle – ja, das geht.

Ach ja, ich wollte ja noch erzähle wie gut es ist, Freunde zu haben. Es lässt sich so manche Widrigkeit und so mancher Kummer ertragen:

  • Da ist eine liebe Familie im Landkreis, bei Mügeln, die mich eingeladen hat, sie zu besuchen. Ich soll das Spinnrad mitbringen. Wir wollen auch zusammen spinnen.
    Ich werde kommen, ihr Lieben. Aber erst muss ich das neue Medikament bekommen und damit klar kommen. Schafe streicheln und beobachten, das ist was für mein Herz. Ihr habt mir schon so viel Gutes getan.
  • Meine Freundin Andrea, mit der ich in Belantis zusammen gearbeitet habe, ist für mich auf den Flohmarkt getippelt und hat mir einen großen Färbetopf besorgt. Und Goldrute hat sie für mich auch gesammelt und getrocknet. Liebe Andrea, ich freue mich auf den Freitag. 🙂
  • Geschenkte Rohwolle ist für mich immer ein wahrer Schatz. Eine liebe Grünauerin hat an mich gedacht und hat mir Wolle gebracht. Einfach so. Über die Elke-Wolle werde ich berichten. Ich habe sie bereits versponnen.
  • Nun gut, meinen Kohl aus dem Garten werde ich nicht nutzen können. Den dürfen die Tiere fressen, wenn sie mögen. Mein Sauerkraut-Projekt aber werde ich starten, dann eben mit zwei gekauften Kohlköpfen.
    Die Mitarbeiter im Volkskundemuseum in Wyhra haben mir aus alten Bauernbüchern Rezepte gesammelt und geschickt. Eigentlich hebe ich Umschläge kaum auf. Diesen schon. Er ist zu schön.
  • Allen, die mir in letzter Zeit Mails geschrieben haben danke ich sehr. Ihr wisst ja gar nicht, wie sehr mir das hilft, mich immer wieder einzukriegen und weiter zu machen. Meinen Traum kann ich einfach nicht aufgeben. Das ist gut und ihr habt Anteil.

Über das Sauerkraut-Projekt, die Elke-Wolle und meine Färberei werde ich berichten.