Braunkohle, Elke-Wolle und noch so einiges andere.

Beitragsbild zu Gedanken über Braunkohle, Garn und Runen

Gestern war die Großdemo am Hambacher Forst, bei der viele Menschen ihren Willen friedlich zeigten, den Wald zu erhalten, nicht den Rodungsplänen zuzustimmen. Ich freue mich, dass so viele gekommen waren. Auch von Leipzig waren Busse unterwegs und es gab sogar noch Restplätze. Ich wäre gerne mitgefahren, aber einen langen Fußmarsch und eine lange Busfahrt schaffe ich gerade gar nicht.

Immer wieder lese ich, wenn es um die Forderung geht, keine Natur mehr für die Braunkohle zu opfern, dass dies Arbeitsplätze gefährden wurde. Stimmt, die des Bergmanns im Kohlebergbau schon. Aber anderes muss entstehen, bei den alternativen Energien, im Umweltschutz, gänzlich Neues. Durch Aussitzen bringt man keine Veränderungen und auch keine Lösungen. Die Menschen müssen auf Veränderungen und neue Anforderungen vorbereitet werden.
Man sichert nur den Gewinn der Energiekonzerne. Und genau dazu habe ich auch noch etwas zu sagen.

Kurz vor 12

Ich habe irgendwann nachts einen Bericht im Fernsehen gesehen, in dem sich führende Ökonomen (endlich!) äußerten. Wenn jetzt noch jemand im Braunkohlebergwerk investiert oder Aktionäre mit Versprechen auf Dividende auf Neuinvestitionen beruhigt, der lügt einfach. In fünf Jahren ist Ende mit Kohle. Da hilft auch kein aufgeregtes Gescharre mehr, um die dreckigen Reste zu fördern. Investieren sollte man in Zukunftsträchtiges.
Warum geht man die Energiewende nun nicht konsequent an? Es ist doch schon kurz vor 12. Wenn es Probleme mit der Energieversorgung gibt, dann liegt das nicht daran, dass man das letzte bisschen Wald nicht auch noch weg baggern durfte. Dann liegt es am Aussitzen und Weiterwursteln. Ich weiß schon, warum ich dieses „Wir haben das schon immer so gemacht“ überhaupt nicht mag. Es lässt nichts Neues zu.

Elke-Garn

Zu den Demos kann ich jedenfalls nicht im Moment. Überhaupt habe ich jetzt ständig mit mir gehadert, weil dies und jenes gesundheitlich nicht geht. Ich sollte damit aufhören. Erzwingen kann man nichts, aber annehmen, wie es nun mal ist, das kann man. Ich glaube, damit würde ich besser und ruhiger leben und auch meinen Weg ganz gut finden und gehen können. Ich kann doch eine Menge Dinge tun, auch ohne Riesenkraftaufwand oder ständig an der Kante balancierend.

Es ist ja auch nicht so, dass ich auf Wunder warte. Ich tue ja etwas und ich habe Freunde, die mich dabei sehr unterstützen.

Elkegarn
Eine liebe Grünauerin hatte gehört, was ich so mache und fragte mich, ob ich Wolle haben möchte. Ein Kegelfreund hat Schafe und Wolle. Klar, über Wolle freue ich mich immer. Und so brachte sie mir die auch noch vorbei. Ich weiß nicht, was das für Schafe waren, musste einiges an Verschnitt aussortieren. Dann wurde es aber doch noch ein ganz gutes Garn. Und das heißt eben jetzt Elke-Garn, nach der lieben Grünauerin, die mir die Rohwolle brachte.

Rasta-Garn

Rastagarn
Die dunkle Milchschafwolle habe ich auch geschenkt bekommen. Sie war in einem noch schlimmeren Zustand, zerschnitten, unglaublich schmutzig mit vielen Knubbeln drin. Aufgeben ist da nicht so mein Ding.  Also hab ich sie gewaschen, Verlesen, aussortiert, dreimal durch die Karden gejagt und eben was ganz Neues ausprobiert: Rastagarn. Man kann aus allem noch etwas machen.

So richtig dicke Garne kann ich nicht spinnen. Das gibt mein Spinnrad nicht her. Noch nicht. Aber einen Faden mit dem anderen umwickeln und es nicht ganz so dick werden zu lassen, das geht. Ich habe es auch schon Probe gestrickt. Unglaublich weich ist es. Hüttenschuhe sollen aus dem Garn werden.

Runen-Scheiben

Runen-Scheiben
Wie ein Runen-Ritual abläuft weiß ich nicht, aber jemand wünscht sich Scheiben mit Runen in einem Säckchen. Diesen Wunsch kann ich erfüllen. Weihnachten ist ja nicht mehr ganz weit weg.

Das Holz fiel beim Verschneiden eines Kirschbaumes an. Drei Jahre habe ich es gelagert und trocknen lassen. Jetzt wurde es in Scheiben geschnitten und dann hab ich dagesessen uns habe das Holz geschliffen und geschliffen und geschliffen, bis es eine feine Oberfläche hatte. Wie ich es weiter verarbeite, weiß ich noch nicht genau. Ich werde lesen. Wahrscheinlich werde ich die Runen einritzen und mit einem feinen Pinsel farbig streichen. Danach wird alles noch mit Leinöl nachbehandelt. Auf einem zerbrochenem Stück Holz habe ich die Farbe probiert. Nicht meckern, ich habe mir keine Mühe gegeben. Ich wollte nur wissen, wie sich die Farbe auf dem Holz verhält.

Fazit

Nein, Berge besteigen kann ich nicht. Werkeln, Ideen entwickeln und die Hände bewegen aber schon. Und auch eine Meinung zu Braunkohle kann ich haben und auch laut sagen. Hilfe annehmen – das bin ich gerade am Lernen.
Alles ist gut. Oder wenigstens fast.