Unterwegs wie die Reisigfrau. Stöckchen zum Spinnen.

Mit diesen Stöckchen werden wir morgen spinnen.

Also, wenn man nur drei Tage im Bette liegt, dann wird man schon ganz ordentlich zum „Schlaffi“. Heute habe ich mein Körbchen geschnappt und bin auf meine Kräuterwiese gezogen. Kräuter und Früchte gibt es immer noch üppig, aber die interessieren mich heute nicht. Eine…

Alter Kram? Nö, ein kleines, feines Töpfchen für die Lauge meiner Seifensiederei.

Ich freue mich über das Töpfchen, welches ich gestern erstand. So eines brauchte ich, denn ich will Seife sieden. Und weil die Lauge heiß wird, muss das Töpfchen was aushalten. Ich hätte mir zwar auch ein Schickes aus poliertem Edelstahl aussuchen können, denke aber…

Zuviel zerreißt den Sack.

Das ist zwar eine alte Müllerweisheit, trifft aber bestimmt nicht nur für Mehlsäcke zu. Seit dem 14. Jahrhundert liegt im englischen House of Lords, dem englischen Oberhaus, ein „woolsack“, der mit einem Stoff in der königlichen Farbe rot bezogen ist und ursprünglich mit englischer…

Mit jemand durch dick und dünn gehen, und gewollt „ungleich“ spinnen.

Redewendungen machen mich immer neugierig. Wo kommen sie her? Mit jemanden durch dick und dünn gehen! Um das berühmte Nadelöhr geht es nicht, durch das ein Kamel durch soll, und genau so wenig um Körpermaße. Das Wort „dick“ kommt von dem mittelniederdeutschen Wort „dicht“…

Abwarten und Tee trinken. Was hat der norddeutsche Schäfer Heinrich Ast mit meiner Erkältung zu tun?

In Gronau an der Leine gab es einen Schäfer, der als Heilkundiger auch krankes Vieh und kranke Menschen kurierte. Heinrich Ast (04.04.1848 – 15.08.1921) soll all zu ungeduldigen Patienten die Anweisung „Abwarten und Tee trinken“ mit auf den Weg gegeben haben. Tee trinken habe…

In den Sack hauen.

Meine letzten Bestände an syntetischer Wolle sind fast verarbeitet. In diese Säckchen verpacke ich jetzt Geschenke. In meinen Aufbewahrungsboxen wird Platz für Schafwolle. Ich „haue jetzt in den Sack“ und gehe Geburtstage feiern. Gleich Zweie.

Einen guten Faden miteinander spinnen. Oder eben auch nicht, wenn der Faden reißt.

Im Märchen sitzen die Spinnerinnen immer allein im stillen Kämmerlein zum Arbeiten. Sie mühen sich, versuchen auch schon mal Stroh zu Gold zu spinnen. Es gibt immer jemand, der drängt, weil er das „Gold“ sehr liebt. Aber vielleicht würden ja auch mal einige Klümpchen…