Stevia. Die Indianer nannten sie „Caa-Hee“, Honigblatt

Weil es wieder etwas ungemütlicher draußen wird, gibt es im Spinnstübchen Tee. Wollt ihr einen? Dann kommt herein!
Ich wünsche mir den Tee immer schön süß, möchte aber auch kein schlechtes Gewissen wegen der Kalorien haben. Und so muss ich euch von einer interessanten Pflanze erzählen. Die Indianer Paraquays und Brasiliens nannten sie „Caa-Hee“, Honigblatt. Seit 1905 wird die Pflanze „Stevia“ genannt (lat: Stevia rebaudiana Bertoni). Die Pflanze soll auch in unseren heimischen Gärten wachsen, habe ich mir sagen lassen.

Die Blätter der Stevia sind je nach Gegend und Klima 10 bis 30mal süßer als Zucker. Extrakte können die bis zur 400fachen Süßkraft von Zucker erreichen.  (Nein, ich habe mich jetzt nicht verschrieben.) Und das völlig kalorienfrei und ohne den Blutzuckerspiegel negativ zu beeinflussen.
Die Lust auf Süßes ist uns angeboren, schließlich ist keine Tiermilch so süß wie Muttermilch. Auch das Fruchtwasser ist süß. Unsere Liebe zum Süßen und zum Zucker bezahlen wir mit Übergewicht und zahlreichen Zivilisationskrankheiten wie Karies.

Süß schmecken, aber ohne Kalorien, ist nicht alles, was die Stevia zu bieten hat. Sie beinhaltet u.a. Enzyme, Mineralien, Chlorophyll, Vitamine, wirkt leicht stimmungsaufhellend, antifungizid als Pilzmittel und antibakteriell. In den USA ist Stevia Zahnpasten und Mundwassern zugefügt. Es würde aber auch reichen, frische oder getrocknete Blätter zu kauen. Stevia hilft  bei Verdauungsbeschwerden, Hauterkrankungen und Diabetis.

Als ich noch im Reformhaus arbeitete, durfte ich das den Kunden nicht erzählen. Warum? Man sollte die EU und vor allem die Zuckerindustrie fragen. Mit immer neuen fadenscheinigen Argumenten wird eine Zulassung als Nahrungsmittel verweigert, trotz zahlreicher Studien zur Unbedenklichkeit.

(Ich hatte kein Bild von der Stevia. Also habe ich kurzerhand ein Pflänzchen in den Rechner gekritzelt. So ist es wenigstens Meins, Meins, Meins!)

Comments are closed.