Zu Hause ist man, wenn man von seinen Nachbarn auch mal eine Zwiebel borgen kann.

Den Spruch hat meine Tochter mal von sich gegeben. Er ist mir nicht wieder aus dem Kopf gegangen, vor allem weil sie noch sehr jung war als sie ihn aussprach.
Nun gehen einer ordentlichen Hausfrau selbstverständlich gar niemals nicht die Zwiebeln aus, aber nur mal ange-
nommen: Bei wem kann man eine Zwiebel borgen?

Die Mutti vom Nachbarskind hatte heute Elterngespräch in der Schule. Und weil das Nachbarskind so gerne mit dem Foxi um die Wette läuft, durfte es den Gasthund Vanny führen beim Gang über die Feldwege hinter dem Haus. Der Vanny gefällt das sehr. Wenn das Nachbarkind klingelt und Vanny die Stimme hört durch die Wechselsprechanlage, dann wird sie ganz aufgeregt, wedelt mit dem Schwanz und drängt zum Aufbruch nach unten.
Nach dem Spaziergang hatte das Nachbarkind Order, mit den Hausaufgaben zu beginnen, aber die können auch mal warten. Oder? Wir haben Kuchen aufgebacken, Tee gekocht, Kerzen angezündet. „Ihr habt es ja richtig gemütlich“, meinte die Mutti als sie das Nachbarkind abholen wollte.

Ach ja, ich habe schon Nachbarn, bei denen ich eine Zwiebel borgen kann.  Aber vorher gab es erst einmal einen Kaffee, und die besten Zusammenkünfte sind eben doch die in der Küche.

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