Alte Hausmittel – wertvolles Wissen oder Spinnerei? Ulmenrinde.

mit Grafiktablett gezeichneter Baum

Als die Penny so krank war, habe ich auch nach Hausmitteln gesucht, damit sich der Katzenmagen wieder beruhigen kann. Ich hatte Penny zum Tierarzt geschleppt, aber ohne Sonografie, Röntgen, großes Blutbild wird auch nur auf Verdacht hin behandelt. Und das war teuer.

Eine Sendung im Fernsehen fiel mir wieder ein. In der ging es um eine Simulation einer Naturkatastrophe. Solche Panikmache mag ich gar nicht, aber stellen wir uns mal vor, es gibt keinen Strom, kein fließend Wasser … und eben auch keine Medikamente, die man einfach so schlucken kann. Was dann?
Mit meiner Oma war ich als Kind Kräuter sammeln. Sie wußte, wann bei welchen Wehwehchen, in welcher Form sie angewendet werden mussten. Wißt ihr, ich gehöre nicht zu denen, die die Schulmedizin verteufeln, aber mir tut es schon leid, wenn „altes“ Wissen vergessen wird, alte Handarbeitstechniken keine Rolle mehr spielen … und wenn bei jedem quersitzenden Pups die chemische Keule eingesetzt wird.

In Sachen Magen- und Darmentzündung – ob es die Katze betrifft, oder auch Menschen – bin ich fündig geworden: Ulmenrinde. Ob man Tinktur herstellt, Tee aufbrüht oder einfach Ulmenrindenschleim kocht, die Ulmenrinde wirkt stark entzündungshemmend und hilft auch bei Rachenentzündung und schlecht heilenden Wunden. Die Indianer Nordamerikas nutzten die Ulmenrinde als Heilmittel. (Nach den Rezepten und wichtigen Hinweisen bei der Anwendung kann man suchen.)
Bei uns gibt es kaum noch Ulmen. Ein Pilz sorgte dafür, dass die Ulmen immer seltener wurden. Aber Ulmenrinde aus Nordamerika kann man kaufen.

Während ich so nachsann über die Naturkatastrophen und das alljährliche Sommerloch bei den Medien, habe ich gezeichnet. Eine neue Technik habe ich ausprobiert, das erste Mal wieder mit dem Griffel auf dem Zeichentablett und nicht auf dem Papier. Ach ja, mühsam nährt sich das Eichhörnchen.

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