Industriebrachen in Leipzig. Die“Fritz Schulz jun. AG“, später Globus-Werke, in der Limburger Straße.

An dieser Industriebrache komme ich auch jeden Tag vorbei. Die Ruine war die „Fritz Schulz jun. AG“, 1878 erbaut. 1949 erfolgte die Verstaatlichung. Das Werk hieß nun „Chemisch-technischer Betrieb VEB Globus-Werke Leipzig“. Mit Bohnerwachs aus diesem Werk musste ich in meiner Jugend zu Hause die Dielen und die Treppe bohnern und anschließend mit einer elend schweren Bürste blank putzen. Meine Mutter stand daneben wie eine Drone und beobachtete argwöhnisch mein Tun. Meine Begeisterung kannte keine Grenzen.

Das Werk ist inzwischen verfallen, aber trotzdem üben diese Werksgebäude eine unglaubliche Anziehungskraft auf mich aus. Ich finde diese Bauten einfach schön, sogar noch im Verfall. Mit meinem Sohn werde ich hier mal „einsteigen“ zum Fotografieren. In manchen Betrieben in Leipzig wurde einfach irgendwann nach der Wende die Arbeit eingestellt. Manches, was noch zum Schrottpreis verscherbelt werden konnte, wurde abgeholt, anderes blieb einfach liegen. Mal sehen, wie es drinnen aussieht.
Wenn ich aber mal den Lotto-Jackpott knacke, dann … Ach, Herrje, ich hab mich verschwatzt. Ich muss los.

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