Geduldiges Warten an einem vierten Januar.

Babybauch„Weihnachten! Weihnachten ist es soweit“, hatte die Hebamme gesagt. Während der Feiertage bewegte sich, außer einem putzmunterem Baby in meinem Bauch, nichts. Es dachte gar nicht daran, auf die Welt zu wollen. Jedenfalls Weihnachten nicht.
Wenn ich ganz leise stöhnte, weil im Bauch gerade mal wieder Turnübungen stattfanden, sprang irgendwer in der Familie sofort auf, und wollte den Krankenwagen rufen. Telefon in der Wohnung gab es nicht und die Telefonzelle war ein ganzes Stück weg. Das Baby aber ließ sich Zeit. Weihnachten verging, und Silvester.  Nichts, nichts, nichts. Aber am 4.Januar, einem Sonntag, da war es so weit. Als ich endlich meinen dicken Bauch die Treppe hinunter bewegt hatte, sahen mich die beiden begleitenden Sanitäter an und fragten, wo ich denn meinen Koffer hätte. Der stand offensichtlich noch neben der Türe oben. „Glaubt ihr denn, Jungs, ich dackele mit dem Koffer hinter euch her?“ Es dauerte ein Weilchen, bis sich einer bequemte, den Koffer zu holen. Viel war ja nicht drin, denn ich hatte nicht die Absicht, in der Uniklinik in Leipzig anzuwachsen.
Nachmittags um 17.00 Uhr war er da, mein Sohn. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag,  lieber Jan. Das haben wir doch damals gut gemacht, beide. Oder?

PS: Als der Jan das Bild mit dem Babybauch sah, meinte er, dass der Baum aussieht wie ich. Hääää? „Na ja, eben mehr breit als hoch“, meinte er. Das war übrigens die schrecklichste Krücke von einem Weihnachtsbaum, die ich je hatte. Mit meinem Bauch hatte das wohl nichts zu tun.

Baby2

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