„To coach“ bei mir selbst und lieber schlechtes Licht als gar keins.

Lieber schlechtes Licht als gar keins.„Lieber schlechtes Licht als gar keins“, ist der Lieblingsspruch des einzigen Profifotografen in der Familie. Recht hat er. In jeder Beziehung. Damit es nicht dröhnt, blendet und „wegbeißt“, habe ich meine alte DDR-Bürolampe mit einem Stück Gardine bestückt. Ich hatte so etwas wie ein Aha-Erlebnis, als der Kameramann vom MDR seine Geräte in  meiner Wohnung aufbaute. Schade, dass jetzt keine Kabel mehr hinterher getragen werden müssen. Ganz laut hätte ich „Ich!“ geschriehen, denn es ist für mich eine gute Möglichkeit zu Wissen zu kommen. Genau das ist nämlich mein Problem:
Ich bin auf mich selbst gestellt und muss sehen wie ich alles Ziele mit so wenig Kosten wie möglich erreichen kann.

Wenn man eine Idee entwickelt hat, dann passiert es oft, dass man bei Null startet und sich irgendwann an einem Punkt befindet, wo man die Unendlichkeit erahnt. Eigentlich weiß man gar nicht, wo man sich befindet auf dem Weg zum Ziel. Oder anders gesagt: Man hat sich verrannt.
Nun gibt es Menschen, die nichts anders machen als einen in solchen Situationen zu beraten und zu betreuen. Natürlich gegen ein Entgeld, versteht sich. Selbst gefördertes Coaching muss man vorfinanzieren und muss einen Teil selbst tragen. „Da müssen wir nicht drüber reden“, sagt der mit dem fetten Rotstift hinter dem Ohr in meiner Gehirnzentrale. Anfang des Jahres kamen noch einige private Quärälen dazu und fast hätte ich gesagt: „Gib mal deinen Rotstift her. Ich streiche durch.“ Mir war die Welt der Ideen zu groß geworden und die Möglichkeiten, sie umzusetzen zu klein.

Wenn mir aber die Welt zu groß ist, wieso zäune ich mir dann nicht ein ganz kleines Fleckchen ein und lege die Grenzen penibel fest? Am Gartenzzaun gebe ich die Idee und was bereits daraus geworden ist einfach weiter. Der Gedanke gefiel mir. Ich brauche einen Bollerwagen, den dann kann es ein Spinnstübchen auf der grünen Wiese geben, quasi aus dem Handwagen heraus. Mein Part betrifft nur noch die Wolle, die Wollverarbeitung vom Schaf bis zum gebrauchsfertigen Garn. Morgen werde ich eine Freundin beschwatzen, mir Muster zu stricken, so zum Zeigen an meinem „Gartenzaun“, dort wo die Idee weitergegeben wird.

Und was hat das alles mit meinem „Kunst“-Licht von der alten Bürolampe zu tun? Das Licht ist improvisiert und meine Garn-Wickelei auch. Noch sind die Abende lang. Da kann man ruhig noch einige Bilder bearbeiten oder zeichnen. Ein Spinnstübchen auf dem Papier ist auch nicht schlecht. Aber dazu mal später.

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