Mahatma – große Seele. Der Politiker mit dem Spinnrad. Eine Spinnradgeschichte.

SpinnradZur Zeit der englischen Kolonialherrschaft und zu Lebzeiten Gandhis lebte ein großer Teil der Bevölkerung als Bauern in Armut. Es mutet auf den ersten Blick schon seltsam an, wenn ein Bauer nicht einmal sich und seine Familie ernähren kann, geschweige denn andere. Die Kolonialmacht England verhinderte konsequent den Anbau von Nahrungsmitteln, war nur an Baumwolle und Indego (Grundlage für Blau-Färbung) interessiert. In England nun wurden aus indischer Baumwolle Stoffe gefertigt, die die Inder teuer erwerben mussten.

Im Jahr 1924 regte Gandhi die Spinnradkampagne an. Große Teile der Bevölkerung beteiligten sich und fertigten Garne und Kleidungsstücke selbst. Der Weg über England sollte nicht nötig sein. Auch Ghandi setzte sich ans Spinnrad. Er entwickelte sogar eines, das Charkha. Es war einfach, flach, leicht zu transportieren, mechanisch, nicht vom Stromnetz abhängig.
Mir gefällt das gut, nicht einfach laut gegen etwas zu sein, sondern für etwas zu handeln.

1947 erlangte Indien seine Unabhängigkeit von England und hat seitdem ein Spinnrad in der Mitte seiner Landesflagge. Weniger geworden sind die Probleme nicht. Das Geschäft mit dem Hunger blüht, nicht nur in Indien. Es muss uns schon klar sein, dass Hilfe nicht in aufgearbeiteten Altkleidern und ein paar Säcken Mais bestehen kann. Hilfe muss eben nachhaltig sein.

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