Internationales Festival für Vokalmusik in Leipzig.

Peterskirche in Leipzig
Handyfoto Peterskirche

Meine Freundin Hella hatte mich zu einem Konzert der besonderen Art eingeladen. Am dritten Tag des Internationalem Festivals für Vokalmusik in Leipzig wollten wir dem Konzert eines ganz jungen Ensembles lauschen, „Marian Consort“ aus Großbritannien.

Das Konzert fand in der Peterskirche in Leipzig statt.
Während des Konzertes bewunderte ich das Licht, welches durch das große Fenster hinter dem Altar von außen in die dämmrige Kirche drang. Die Sonne schien noch, als das Konzert begann, und der Strahlenkranz um die Jesusfigur sah golden aus. Dann wurde es langsam dunkel. Der Glanz war noch ganz lange zu sehen, bis auch er schließlich im tiefschwarzem Hintergrund der Nacht versank.

Die jungen Sänger konnten sich stimmlich nicht hinter einer Orgel oder Ähnlichem verstecken. Die hatte Pause, denn bei dem Festival geht es ausschließlich um Acapella-Gesang. Sie mussten sich auch nicht verstecken. Marian Consort begeisterte mit geistlicher englischer Musik des 16. Jahrhunderts. Und sie begeisterten wirklich mit ihrer Kunst zu singen. In dem hohen Kirchenschiff klangen die Töne und Akkorde lange nach. Am Ende jeden Stückes lauschten die jungen Künstler dem eigenen Gesang mit einem Lächeln im Gesicht nach. Ihre Freude wirkte ansteckend. Der Beifall war groß für die äußerst sympatischen jungen Briten.

Ich konnte an diesem Abend ein Stück europäische Kultur genießen. Solche Begegnungen bringen mir den Europagedanken viel näher als das Geschwätz mancher Politiker oder erhobene Zeigefinger.

Eintrittskarte

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