Die Freude ist das Stammwort zu froh. (wikipedia)

Ich sehe die Kürbisblüte, und freue mich.
Ich sehe die Kürbisblüte, und freue mich.

Wir streben mehr danach, Schmerz zu vermeiden als Freude zu gewinnen.
– Sigmund Freud –

Ich brauche immer etwas, über das ich mich freuen kann. Manchmal sind es ganz kleine Dinge, manchmal auch ein Feiern in Gemeinschaft. Warum? Weil mir genau das Kraft gibt darüber nachzudenken, was ich in der nächsten Zeit Wichtiges zu tun habe. Und zu tun habe ich.

Da gibt es zum Beispiel einen Gartenverein in Leipzig, der seit 126 Jahren, einmal im Jahr für ihre Kinder (und die Gastkinder) einen schönen Tag organisiert. Das haben sie auch getan in Zeiten, in denen es keinen besonders gut ging, und in denen eine Tasse Milch für die Kinder sehr viel war. Ich freue mich, dass ich in diesem Jahr dabei sein kann mit meinem Spinnrad, der Wolle und den Filznadeln. Auf die Kinder freue ich mich, und auf die Großen auch.

Heute, am Morgen, habe ich mich über meine Kürbisblüten auf dem Balkon gefreut. Die Pflanze hatte ich von einem Freund meines Sohnes geschenkt bekommen, den ich schon seit seinen Kindertagen kenne. Wir wohnen nicht mehr im selben Viertel, mein Sohn wohnt sogar jetzt in einer andern Stadt. Trotzdem haben wir nie den Kontakt verloren. Wir helfen uns und wir fragen nach, wenn wir einige Zeit nichts voneinander gehört haben.

Das alles scheinen kleine, fast unbedeutende Dinge zu sein, aber ich freue mich einfach. Das heißt aber nicht, dass mir alles andere, auch weniger Erfreuliches, egal ist.
Ich fahre jetzt gleich los, meine älteste Tochter vom Fernbus abzuholen (und bin schon etwas hippelig). Ich wünsche mir, dass jeder etwas zum Freuen hat, und nie auf den Gedanken kommt, anderen die Freude verderben zu müssen. Wenn ich so richtig schlechte Laune hatte, meinte meine Mutter, ich solle sie in mein Zimmer bringen. Recht hatte sie. Ich kam bald wieder raus, meine Übellaune blieb drin und ich ging niemand damit auf den Wecker.

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