Sommer, Sonne, Sammelzeit. Eine reiche Brombeerernte im Backofen einkochen.

Im Moment ist mir nicht nach Bloggen und allem, was damit zusammenhängt. Dafür gibt es eine ganze Menge Gründe, die nicht hierher gehören. Ich möchte auch einfach Zeit für mich haben, und in aller Ruhe meine Projekte verwirklichen. Meine Tochter ist gerade bei ihrem Bruder in Berlin. Ich aber melde mich nur mal ganz kurz und verschwinde wieder in meinem Päuschen.

Fast jeden Tag bin ich auf meiner Lieblingswiese. Sie ist anerkanntes Naturschutzgebiet, ich kann also ganz beruhigt alles sammeln, was mir die Natur bietet. Kamille ist zu meiner Kräutersammlung dazu gekommen. Die Schlehen gedeihen zahlreich und prächtig. Im Oktober werden sie in mein Körbchen wandern. Jetzt bin ich immer unterwegs, um Brombeeren zu sammeln. Wollt ihr mal mitkommen?

Spielchen mit dem Sonnenlicht liebe ich sehr. Immer, wenn ich die Augen etwas zukneife, muss ich lächeln. Fast ist es nämlich so, als ob ich der Sonne zublinzele. Und sie lacht zurück. Von mir aus kann es immer Sommer bleiben. Ich weiß aber auch, dass wir unsere üppige Vegetation nicht hätten, wenn ihr nicht einmal im Jahr eine längere Ruhepause gegönnt ist.

der alte Speicher im Lindenauer Hafen im Abendlicht
der Lindenauer Hafen im Abendlicht

Am Abend ist es ganz ruhig am Lindenauer Hafen. Ich genieße das sehr, staune über das schöne, warme Abendlicht und die glasklaren Spiegelungen im Wasser. Vögel singen, einige Enten zanken sich lautstark, Grillen zirpen. Einfach da sitzen und mit allen Sinnen genießen, das gibt so viel Ruhe und Kraft für die viele Dinge, bei denen man die Ärmel hochkrempeln muss.

Reiher
auf der Sandbank im alten Hafenbecken

Mein alter Bekannter, der Graureiher, ist natürlich auch da. Noch gibt es die flachen Stellen, das Paradies für die Vögel. Bootsverkehr ist hier geplant, auch mit Motorbooten. Das Becken wird ausgebaggert werden und so schön ruhig wird es dann nie wieder sein. Ob wir beide dann noch jeden Abend hier sein werden, der Reiher und ich?

Brombeeren für den Winter
Brombeeren für den Winter

Wie in alten DDR-Zeiten ist es, denn mir schmettert es immer öfter entgegen: „Einmachgläser hammer nich.“ Ich werde trotzdem immer wieder fragen, denn ich habe noch viel Obst zu konservieren. Die Konserven, mein Kräutertee, Selbstgemachtes wird im Winter in Körbchen wandern zum Verschenken. Die Körbchen will ich selber machen. (Ob ich’s noch schaffe, zu dir zur Lehrstunde zu kommen, liebe Mia?)
Meine Früchte, die Brombeeren,  habe ich im Backofen eingekocht. Wie es geht verrate noch schnell. Es ist ganz leicht.

Früchte im Backofen einkochen:

  • Früchte in die Gläser füllen (dass man pingelich auf Sauberkeit achtet, ist selbstverständlich),
  • zuckern nach Lust und Laune (Diabetiker können ihn weglassen),
  • Gewürze dazugeben wie Sternanis oder Vanille,
  • mit Wasser auffüllen, so dass alles bedeckt ist,
  • fest zugeschraubte Gläser in die Fettpfanne des Backofens stellen, auf die obere Schiene (oder eben einfach so hoch es mit dem Glas geht),
  • die Fettpfanne mit reichlich 1 cm Wasser füllen,
  • Backofen auf 150/160 °C stellen,

und warten.

Wenn die ersten Bläschen im Glas mit den Früchten aufsteigen, Hitze abdrehen und noch 20 – 30 Minuten (bei den Brombeeren habe ich keine 30 min. gewartet, bei Kirschen schon) nachziehen lassen. Danach die Gläser auf ein Handtuch stellen, mit einem Tuch abdecken und abkühlen lassen. Zugluft sollte unbedingt vermieden werden. Wenn man die Gläser öfter kontrolliert, sie kühl und dunkel lagert, kann man sich auf so manches Schmeckerchen im Winter freuen.

Na dann,  gutes Gelingen und auch ohne Einkochen herrliche Sommertage.

 

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