Das Spinnstübchen, Träume und sonstige Spinnereien.

Mein Spinnstübchen
Mein Spinnstübchen

„Wenn man träumt soll man auf nichts verzichten“, hat Honoré de Balzac gesagt. Eigentlich ist das einleuchtend, nicht wahr? Trotzdem sind wir manchmal geneigt, alles immer und immer wieder abzuwägen, vieles gleich zu verwerfen und anzuzweifeln, sich ständig einwenig zu schämen für seine Träumereien. Warum? Von jedem Traum, von jeder Vision lässt sich immer etwas (er-)leben.

Ach, nein, ich habe heute nicht meinen Moralischen. Im Gegenteil. Ich bin sehr zufrieden.
Am Sonnabend habe ich nämlich mein Wohnzimmer in ein Spinnstübchen verwandelt. Es war nicht so, wie ich es mir immer erträumt habe. Sessel und Tisch mussten herausgeräumt werden und all mein Handarbeitszeug fand trotzdem nicht Platz. Der Wunsch nach einer alte Kaffeemühle, einem Butterfass und einer Holztruhe für die Wolle, nach Holzbänken mit Schaffellen, bleibt ein Wunsch. Und doch entstand an dem Tag etwas von der Atmosphäre, wie ich sie in meinen Träumen erlebt habe.

Sessel und Tisch sind inzwischen wieder an ihrem Platz, die Klappstühle und die Wollkörbchen wieder verstaut. Ich schreibe gerade auf, was ich an meiner Methode, anderen das Spinnen beizubringen, ändern und verfeinern muss. Und ich träume nebenher auch schon wieder.

Nenn dich nicht arm, wenn deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind;
wirklich arm ist nur der, der nie geträumt hat. (Marie von Ebner-Eschenbach)

 

 

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