Ich brauchte Ablenkung, ich bekam Ablenkung. Bei den Tieren auf der Haus-Garten-Freizeit-Messe in Leipzig.

Leipziger_Messe, Haus-Garten-Freizeit 2015Lust hatte ich überhaupt nicht, zur Haus-Garten-Freizeit-Messe zu gehen.

„Du kannst dich doch nicht verantwortlich fühlen für alles, was in unserer Gesellschaft um dich herum passiert“, redete mir vor zwei Tagen ein Bekannter ins Gewissen. Ja, stimmt schon, aber ich kann es auch nicht einfach so hinnehmen, mich zurücklehnen und beschließen, dass die anderen mal machen sollen. Und so bin ich halt in meiner Stadt unterwegs, sehe viel, höre viel und manchmal kommt mir das Grauen. Das hinderte mich auch gerade am Bloggen. Wißt ihr, ich war nicht untätig und es gibt auch wieder ein neues Projekt, aber irgendwie kann ich einfach nicht darüber schreiben. Mir kommt alles so kleinlich vor, unbedeutend. Ja, ich habe sogar darüber nachgedacht, ganz aufzuhören.

Ich bin dann doch mitgegangen auf die Messe. Wie man den Hemdkragen noch schneller und noch glatter bügeln kann oder wie man sein Haus klinisch rein putzt, interessierte mich nicht, auch nicht die unzähligen Fressbuden und das Gärtnern. Ich war bei den Schafen und Alpakas, habe frische Wolle gerochen, mich einfach nur hingesetzt und geschaut. Fast war es so, als ob die Tiere mir die Ruhe geben, die ich gerade so dringend brauche.

Morgen früh wird meine Anwesenheit bei einem Facharzt gewünscht, danach habe ich einige berufliche Dinge zu klären und am Abend muss ich unbedingt in mein Stadtzentrum. Es wird ein langer Tag. Aber ab Dienstag, da wird alles wieder anders. Oder?

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