Wieso Kaffeetrinken kreativ sein kann.

erst Kaffeetrinken und dann Schreibtisch

Jaja, ich war heute mächtig aktiv. Ich war Kaffeetrinken.
Anstrengend war das, denn es war so schwül bei uns, dass einem nach wenigen Metern die Sachen am Leibe klebten. Überall gab es Gewitter und Regen. Manchmal auch zu viel. Und bei uns war es furztrocken. Auf dem Wetterradar war zwischen zwei Flüssen ein Korridor, tote Hose in der Gewitter- und Regenfront. Die beiden Flüsse waren die Saale und die Mulde.

Ach, über das Wetter will ich eigentlich gar nicht schreiben.

Ich erzähle lieber von meinem Kaffeetrinken mit einer Freundin vom Literaturtreff Leipzig-Grünau. Die Silke brachte mir unsere Stadtbezirkszeitung mit. Auch in der ist meine Grünaugeschichte (neben sieben anderen) abgedruckt.

Das Wichtigste an unserem Kaffeeklatsch ist aber, dass wir jede Menge Ideen ausgehecken. Mit Silke geht das. Schon lange haben wir festgestellt, dass wir mit unseren „Mitstreitern“ jede Menge Potential zu bieten haben und dass wir nun mal sehen müssen, was wir aus diesem für uns und andere herausholen können. Es soll nicht einfach so verschlummern. Die Grünau-Geschichten sind schon gedruckt.

An zwei Ideen haben wir uns heute besonders festgebissen. Zum einen wollen wir eine Schreibwerkstatt gründen. Das wird eine Aufgabe für die unter uns lebenden Autoren.
Und eine Geschichtswerkstatt soll es auch geben. Geschichtsträchtig ist er nämlich, der Boden, auf dem unsere Häuser stehen. Die „Völkerschlacht“ z.B. innteressiert uns beide. Nein, keine bunten Uniformen oder detailgetreue Waffen und auch keine Heldentaten. Uns interessiert …
Ach, dazu ein anderes Mal. Im Oktober machen wir beide eine Lesung zur Völkerschlacht. Die Silke liest aus einem Roman und ich zwischenrein Zeitzeugenberichte.
Es gibt schon vieles zu suchen und zu schreiben über das Dörfchen Schönau, damals vor den Toren Leipzigs, heute mitten drin.

Ich weiß nicht, ob man uns beide schon langsam kennt in den „Kaffeehäusern“ in Grünau-Mitte. Wir hocken lange zusammen und wir schwatzen viel, bestimmt nicht gerade leise und manchmal auch recht gestenreich.

Jedesmal aber nehme ich von unserem Kaffeetrinken einen Sack Ideen mit nach Hause. Vielen Dank, liebe Silke Heinig.

Schreibtisch

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