Stille auf dem Blog?

Stille auf dem Blog

Stille auf dem Blog.

Hauptgrund für die Stille war, dass ich das schöne Wetter genutzt habe und viel draußen war zum Sonne tanken. Ich weiß, was passiert, wenn das Wetter in Herbstwetter umschlägt. Das neue Basismedikament kann auch keine Wunder schaffen.
Jetzt ist mal wieder soweit. Ich habe die Armstulpen aus Gotlandwolle ausgekramt und hoffe, dass sie mir weiche Wärme geben, damit meine Hände nicht ganz so schlimm weh tun.

Am Donnerstag habe ich meine Stadtführung für die Freunde aus Frankfurt am Main gemacht.
Gut war es. Naja, ich hatte mich auch intensiv vorbereitet, war die Strecke abgegangen und habe mir markante Gebäude und Ähnliches gemerkt, Informationen dazu gesammelt. So waren es diesmal keine Spinnradgeschichten, sondern Stadtgeschichten.
Ich weiß, dass ich so etwas ganz gut kann.

Bei der Gelegenheit konnte ich mal wieder empfinden, dass ich in einer interessanten und schönen Stadt wohne. Meine Heimat ist schon schön, aber ist es eigentlich noch meine Heimat? Heimat, dass ist für mich nicht nur ein Berg, ein See, eine Blumenwiese, eine Stadt, das ist für mich auch der Umstand, wie gut ich in ihr leben kann oder anders gesagt, wie wohl ich mich fühle.
Bei Gedanken an Sachsen ist es mir nicht mehr wohl. So wie die braune Brut, nationalistisches Gedankengut hier gedeihen kann und sogar noch hofiert wird, ekelt mich an. Und ja, anderswo gibt es das auch.

Im Sommer habe ich mich mit der ältesten Tochter unterhalten, was aus mir werden soll.
„Dann kommst du eben zu mir“, meinte das Kind. So weit weg? Über den großen Teich, in ein fremdes Land?
Früher habe ich immer die Heimat dagegen gesetzt, aber hab ich die denn noch?
Ich weiß keine genaue Antwort.

Stille habe ich nie gemocht. Ich wünschte es laut, lebendig, ideenreich. Jetzt holt sie mich immer mal ein. Wie es mit meinem Blog weiter geht? Ich weiß es nicht.

stille Heimat

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