Mit Filzseife eingeseift. Es entwickelt sich.

meine Filzseife

Die erste Filzseife ist verpackt. Das wurde auch notwendig, denn bei mir roch es wie in einer Seifenmanufaktur. Gut, es gibt schlimmere immer öfter musste ich niesen. Jetzt, nachdem alles fein getrocknet ist, konnte ich die Seifen guten Gewissens vergrannichen.

Es hat mir wirklich großen Spaß gemacht, die Seifen zuerst in Wolle zu verpacken (zu verfilzen) und danach jede mit einem Motiv zu versehen. Dafür habe ich das Nadelfilzen gewählt. Es war eine ganz neue Erfahrung, denn in Seife habe ich bis dato nicht genadelt. Spannend war es allemal, denn so filigran wie mit einem Fineliner in der Hand kann man nicht arbeiten, wie ausgehämmert soll es aber auch nicht aussehen. Und so musste ich spielen mit dem Material. Es wurde immer besser. Und der Mut, auch zur Farbe, wuchs.

Die Seifen werde ich mitnehmen zur Hofweihnacht in Wyhra. Vielleicht sucht ja noch jemand ein besonderes, kleines Geschenk.
Ich habe ganz schön Bammel. Reden kann ich wie ein Buch. Ich stelle mich dazu auch mitten auf den Leipziger Marktplatz, wenn es sein muss. Nur für mich selber sprechen, das kann ich nicht.

Vor Jahren hatte ich auf der Leipziger Buchmesse von einem tschechischen Verlag ein Buch über den Künstler Vlastimil Beneš geschenkt bekommen. Seine Werke gefielen mir und damals, im FreeHand-Unterricht, nahm ich sie oft als Grundlage. Mal sehen, ob ich mir etwas für die Seifen abkucken kann.
Bei der Suche nach Motiven fiel mir auch mein Sohn ein, der Expressionismus liebt. Daran werde ich mich jetzt gleich auch noch versuchen. An so einem grauen Tag ist ein Farbrausch ganz gut.

Einen schönen Tag wünscht euch die gudrun

Filzseife - Motive mit der Nadel gefilzt
Fertig und nun auch verpackt – die erste Filzseife

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