Zeit für mich selbst und dann auch mal weg sein.

Zeit für mich selbst

Ich blogge gerne und mache das nun schon viele Jahre. Ein Jahr ist raus aus der Zeitleiste, weil ich ein eBook daraus gemacht habe. Darin „blättere“ ich gerne, weil ich damals für mich unterwegs war und für mich geschrieben habe. Das Ungezwungene von damals hat sich im Laufe der Zeit einwenig geändert. Ich sollte dort wieder ankommen. Zeit für mich selbst zu haben, finde ich wichtig.

Vor einiger Zeit schrieb jemand einen Kommentar zu einem Blogbeitrag. Und weil es das erste Mal war, blieb er in der Warteschleife. Als ich am Abend wieder zu Hause war, fand ich auch noch zwei Mails von der Person, in denen sie mir Vorwürfe machte, dass ich den Kommentar auch Stunden später noch nicht freigeschaltet hatte. „Dir passt wohl meine Meinung nicht?“, wurde ich gefragt.
Dabei hatte ich nur eins gemacht: Ich hatte mir Zeit für mich selbst genommen.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass nur der als aktiv gilt, der ständig seine Aktivitäten anderen kund tut. Das kann man machen, müssen muss man es aber nicht. Wenn ich das nicht so mache, heißt das nicht, dass ich den ganzen Tag auf dem Sofa liege. Oder, wenn ich nicht darüber schreibe, was ich gerade lese, heißt das nicht, dass ich leseunkundig und ein Kulturmuffel bin. Wenn ich nicht jede Nachricht kommentiere und teile heißt das nicht, dass ich desinteressiert bin oder allem zustimme.

Außer Haus ist mein Handy offline. Das bleibt auch so, denn wenn ich im Garten in der Erde wühle, dann will ich die Erde riechen, genießen, wie sie mir durch die Finger rinnt. Dann will ich Zeit für mich selbst haben, meinem Gehirn Ruhe geben und auf die nächsten Ideen warten, die so fast von ganz alleine sprießen. Wie die Pflänzchen, die ich gerade in die Erde gepflanzt habe.
Mal weg zu sein aus den Kommunikationsketten finde ich gut und richtig. Dafür muss sich keiner entschuldigen, das ankündigen, begründen oder gar ein schlechtes Gewissen haben.

Zeit für mich selbst

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