Hüttenschuhe stricken gegen Kälte jeder Art.

Huettenschuhe stricken

Also, lange untätig herumsitzen, ohne dass die Hände werkeln, kann ich nicht. Und weil ich mich bei Helfern bedanken möchte, stand mal wieder Hüttenschuhe stricken auf dem Plan. Die werde ich verschenken, d.h. ein Paar habe ich soeben verschenkt.

Der Hüttenschuh-Test

meine Wohnzimmerwerkstatt: Hüttenschuhe stricken

Ich freue mich sehr, dass ich Einkaufshelfer habe, denn im Moment bin ich froh, wenn ich mich ohne weiteren Ballast die Treppe hochgehievt habe. Geschenke kaufen oder Geld geben kann ich nicht. Aber Wolliges fabrizieren, das kann ich schon. Und so musste der Einkaufshelfer ein Päuschen machen und seine Hüttenschuhe erstmal testen. Sie sind schön warm, wurde mir bestätigt, ohne dass ein Hitzestau entsteht.

Ich habe mich dann gleich daran gemacht, die Hüttenschuhe der Freundin fertig zu stellen. Ich weiß, dass die Schafwolle an den Füßen ihr gut tun wird. Sie fährt mich am 9.Dezember nach Wyhra zur Hofweihnacht. Ein Dankeschön ist das wert.

Die Sohlen habe ich gekauft. So richtig zufrieden bin ich damit nicht. Wohl sind sie mit Schurwolle ausgelegt, aber an vielen Stellen muss man nacharbeiten. Im nächsten Sommer muss ich unbedingt daran arbeiten, Sohlen zu filzen. Wie man das Rutschen vermeiden kann, weiß ich. Löcher stanze ich selber.

Hüttenschuhe stricken für die Freundin

Hüttenschuhe stricken für die Freundin

„Clochard“ heißen meine Hüttenschuhe. Als Gestaltungselemente habe ich eine liederliche Naht, grob Gestopftes (das sieht man gerade nicht) und eingearbeitete lose Fäden gewählt. Wenn ich als heranwachsende Gudrun nähen sollte, keine Lust hatte und schnell fertig werden wollte, dann schnauzte meine Mutter mich immer an: „Was ist das denn für eine Sauschneidernaht?“ Jetzt, wo ich genau so eine haben wollte, stellte sich das als gar nicht so leicht heraus.

„Hüttenschuhe stricken gegen Kälte jeder Art“ habe ich meine Überschrift genannt. Ja, so will ich das auch, etwas tun gegen die Kälte, die mir manchmal begegnet. Ich kann nicht viel bewegen, aber in „meinen Kreisen“, in meiner unmittelbaren Umgebung schon. Und das werde ich auch beibehalten. Immer.

Probieren für das nächste Wollprojekt

Probieren für ein neues Projekt

Ein Paar Hüttenschuhe muss ich noch fertig stellen. Dann beginne ich mit einem neuen Projekt. Dazu habe ich mir die erste beste Schafwolle geschnappt und ausprobiert, wie dick ich die Nadeln dafür nehmen kann. Später werde ich die Wolle für genau das Projekt spinnen. Damit komme ich meinem erklärtem Ziel, Kleidung auch selber zu machen, wieder ein Stücke näher.

So, das Strickliesel macht sich wieder vom Acker, d.h. die kuschelt sich wieder in ihren Sessel. Wolle, Stricknadeln, Wollnadeln, Teekanne und noch so allerlei liegen drum herum.
Ach ja, wer dicke Stricknadeln (Rundstricknadel oder Nadelspiel) hat und sie absolut nicht mehr braucht, bitte nicht wegwerfen. Bei mir dürften sie einziehen.